Rentenversicherung
Höchstrente in Deutschland: So viel Geld gibt es im Ruhestand maximal
VonAnni Gebhardschließen
Viele machen sich schon früh Gedanken über ihre Altersvorsorge. Reicht die gesetzliche Rente im Ruhestand? Es gibt eine Obergrenze, wie viel Geld maximal erhalten werden kann.
Rente gut, alles gut – für einen entspannten Ruhestand ist eine gewisse finanzielle Sicherheit maßgeblich. Viele Experten raten, dass sich Arbeitnehmer schon so früh wie möglich über ihre Altersvorsorge kümmern sollten. In der Regel zahlen Berufstätige in die Deutsche Rentenversicherung ein. Nach dem Arbeitsleben wird dann Bilanz gezogen. Wie viel Rente kann maximal erreicht werden?
Die zu erwartende Rente lässt sich übrigens mit einer simplen Formel berechnen. Eine Tabelle zeigt, wie hoch die Rente je nach Jahresbruttogehalt ausfallen kann.
So setzt sich die Rente zusammen:
Während des Berufslebens können Arbeitnehmer Rentenpunkte sammeln. Bei einem Jahresbruttogehalt von 43.142 Euro erhalten Berufstätige einen Rentenpunkt (2024, Westdeutschland). Für einen Rentenpunkt werden 37,60 Euro für die monatliche Rente gutgeschrieben.
Quelle: Deutsche Rentenversicherung
Höchste Rente für Gutverdiener: Renteneintritt, Art der Rente und Arbeitsdauer entscheidend
Viele Faktoren beeinflussen die Rente, die einem zusteht. So ist zum Beispiel die Art der Rente entscheidend, denn es gibt durchaus Unterschiede in der Berechnung der Alters-, Erwerbsminderungs-, Witwen- oder Waisenrente. Der sogenannte Rentenfaktor ist bei einer Alters- oder Erwerbsminderungsrente bei 1,00. Bei einer teilweisen Erwerbsminderungsrente liegt er bei 0,5. So würde die Rente bei einer teilweisen Erwerbsminderung also nochmals halbiert werden.
Ebenso maßgeblich für die Rente ist selbstverständlich, wie lange gearbeitet wurde. Nach 45 Jahren können Arbeitnehmer den Ruhestand antreten. Wer länger arbeitet, kann folglich weiter auf sein Rentenkonto einzahlen. Wer früher den Ruhestand antritt, muss mit Abschlägen und weniger Rente rechnen.
Grenzenlose Einzahlung? Beitragsbemessungsgrenze setzt der Rente ein Limit
Gut zu wissen: Das Rentenbudget kann nicht unendlich gefüttert werden. Wenn die Beitragsbemessungsgrenze erreicht ist, ist Schluss. Das dürfte vor allem Gutverdiener betreffen. Für dieses Jahr liegt die Bemessungsgrenze bei einem monatlichen Bruttogehalt von 7.300 Euro in den alten Bundesländern. Das ergibt ein Jahresbruttogehalt von 87.600 Euro. Für jeden Euro, der zusätzlich verdient wird, können keine Rentenpunkte mehr gesammelt werden.
Die maximale Zahl an Rentenpunkte, die also maximal gesammelt werden können, liegt bei 2,03 (87.600 : 43.142). Wer also 45 Jahre lang bis zum Renteneintrittsalter arbeitet, kann in seinem Berufsleben somit maximal 91,35 Punkte sammeln. Bei einem Wert von 37,60 Euro pro Rentenpunkt wären das also 3.434,76 Euro Rente, die bei 45 Jahren Arbeit maximal erwirtschaftet werden kann. Laut Bericht der Deutschen Rentenversicherung waren das im Jahr 2023 lediglich 0,09 Prozent aller Rentner.
Höchstens 3.434 Euro Rente: Mehr gibt es in Deutschland im Ruhestand nicht
Für einige dürften 3.434 Euro Höchstrente weniger als gedacht sein. Doch es gibt noch etwas zu beachten: Denn auch die Rente muss versteuert werden. Zwar gibt es für Rentner dabei Erleichterungen, dennoch müssen sie eine Steuererklärung abgeben. Aus dem Rentenbericht von 2022 lässt sich entnehmen, dass nur vier Prozent aller Rentner mehr als 2.100 Euro Rente im Monat erhalten.
Die Höchstrente von 3.434 Euro gilt nur für gesetzlich Versicherte bei der Deutschen Rentenversicherung. Wer eine private Altersvorsorge abschließt, kann dementsprechend eine höhere Rente beziehen. Ebenso können Rentner weiterhin einer geringfügigen Beschäftigung (520 Euro/ Monat) nachgehen, die nicht versteuert werden muss.
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