Beliebte Eismarke betroffen

Hersteller insolvent: Kaufland-Produkte drohen aus den Regalen zu fliegen

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Das Food-Startup „Purefood“ ist insolvent. Ein Schock für manche Kaufland-Kunden – die Zukunft einiger Produkte ist ungewiss.

Ob Pizza, Eis, Müsliriegel oder Smoothie, das Hamburger Food-Startup „Purefood“ belieferte Kaufland und andere Supermärkte mit zahlreichen Produkten, darunter auch beliebte Bio-Lebensmittel. Selbst die Deutsche Bahn führte die veganen Schokoriegel des Herstellers im Sortiment ihrer Bordbistros.

Doch am 10. Oktober meldete das Unternehmen beim Hamburger Amtsgericht die Insolvenz an. Besonders bekannt ist „Purefood“ für die Bio-Eismarke „Lycka“. Bei Lidl gab es ebenfalls erst kürzlich eine große Änderung des Sortiments und einige Produkte fliegen bis 2024 aus den Regalen – jetzt könnte es auch Kaufland treffen.

UnternehmenPurefood
Gründung2014
MarkenLycka, Stark, Teatox
SitzHamburg

Zukunft ungewiss: „Purefood“-Insolvenz kann für Kaufland-Kunden Folgen haben

Die Zukunft des Unternehmens „Purefood“ und damit einhergehend die Produktion der „Lycka“-Lebensmittel ist somit ungewiss. Das beliebte Eis und die Müsliriegel könnten bald nicht mehr in den Regalen bei Kaufland stehen. Der Hauptgesellschafter, das „Corvis Family Office“, ist nämlich nicht bereit, weiteres Geld in das Unternehmen zu investieren, wie „Chip.de“ schreibt.

In den vergangenen Monaten meldeten auch weitere große Unternehmen Insolvenz an. Unter anderem eine beliebte Supermarkt-Kette – was passiert mit den 5.000 Mitarbeitern? Aber auch eine Höhle der Löwen-Startup ist insolvent – mit Auswirkungen auf ein Kaufland-Produkt.

Neben Kaufland auch Edeka, Rewe und Aldi von „Purefood“-Insolvenz bretoffen

Neben Kaufland würden die „Purefood“-Produkte auch bei Edeka, Rewe, Aldi Süd, Real und der Deutschen Bahn aus dem Sortiment fallen. Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens blieb einfach aus, wie „Focus“ schreibt. Der Verlust von „Purefood“ stieg von 2,1 Millionen Euro im Jahr 2020 auf rund 3,5 Millionen im Jahr 2021, während sich der Umsatz nur leicht erhöhte. Firmengründer Felix Leohnhardt hatte das Unternehmen bereits im Vorjahr verlassen.

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