Weitere Änderungen
Mehr Geld ab Juli: Für diese Berufsgruppe steigt das Gehalt ab 2025
- VonMilea Erzingerschließen
Ab Juli 2025 steigen die Mindestlöhne einer bestimmten Berufsgruppe weiter. Welche besseren Arbeitsbedingungen geplant sind und was Mitarbeitende erwartet.
Im Jahr 2025 stehen so einige bedeutende Veränderungen an. Nachdem Pflegekräfte im Juli 2024 ihren Mindestlohn angepasst bekommen haben, folgen nun weitere Gehaltserhöhungen und verbesserte Arbeitsbedingungen. Diese Maßnahmen sollen die Attraktivität des Pflegeberufs steigern und die finanzielle Situation der Beschäftigten nachhaltig verbessern. Doch auch für andere Personen kann das Jahr 2025 mehr Geld bedeuten.
Mindestlohn in der Altenpflege steigt: So viel mehr Geld gibt es ab Juli 2025
Ab dem 1. Juli 2025 steigen die Mindestlöhne in der Altenpflege erneut. Pflegefachkräfte verdienen dann mindestens 20,50 Euro pro Stunde, was einem monatlichen Bruttolohn von etwa 3.476 Euro bei einer 39-Stunden-Woche entspricht, erklärt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft „Verdi“.
Qualifizierte Pflegehilfskräfte, die eine mindestens einjährige Ausbildung absolviert haben, erhalten künftig 17,35 Euro pro Stunde, während für ungelernte Hilfskräfte ein Stundensatz von 16,10 Euro festgelegt wurde. Damit soll eine gerechtere Entlohnung entsprechend der Qualifikation gewährleistet werden, erklärt Verdi weiter.
Im neuen Jahr gibt es auch eine Änderung für alle Pflegenden: 2025 werden die Pflegegelder erhöht.
Nicht nur mehr Geld ab Juli 2025: Das ändert sich für Altenpfleger
Neben den finanziellen Verbesserungen haben sich die Verantwortlichen auf eine Erweiterung des Urlaubsanspruchs geeinigt, heißt es von der Bundesregierung. Beschäftigte mit einer 5-Tage-Woche erhalten künftig neun zusätzliche bezahlte Urlaubstage pro Jahr, die über den gesetzlichen Mindestanspruch hinausgehen.
Diese Regelung soll jedoch nur dann gelten, wenn keine tariflichen oder betrieblichen Vereinbarungen bereits höhere Ansprüche vorsehen. Ziel ist es, den Beschäftigten angesichts der körperlich und emotional belastenden Arbeit mehr Erholungszeit zu ermöglichen, schreibt die Bundesregierung weiter.
Die Pflegekommission betont die bundesweite Gültigkeit der neuen Regelungen. Durch die einheitliche Umsetzung soll die Gleichbehandlung in allen Bundesländern sichergestellt werden. „Die Pflegekräfte haben sich diese Verbesserungen mehr als verdient“, erklärte ein Sprecher der Kommission. Besonders wichtig sei, dass die Neuerungen von allen Mitgliedern einstimmig beschlossen wurden – ein Signal der Wertschätzung gegenüber den Pflegekräften, erklärt die Bundesregierung.
Gewerkschaften wie „ver.di“ begrüßen die Mindestlohnerhöhung, sehen jedoch weiteren Handlungsbedarf. Sylvia Bühler, Mitglied im Bundesvorstand von Verdi, erklärte: „Es ist richtig, die Löhne nach unten abzusichern. Doch dem hohen Anspruch und der Belastung in der Pflege wird das Mindestentgelt nicht gerecht.“ Sie verweist darauf, dass viele Beschäftigte bei kommerziellen Trägern weiterhin ohne Tarifvertrag arbeiten.
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