Änderung im neuen Jahr
Pflegegelder werden 2025 erhöht: So viel mehr Geld gibt es je nach Pflegegrad
VonLisa Kleinschließen
Ab 2025 soll es für Pflegebedürftige in Deutschland mehr Geld geben – in den unterschiedlichsten Bereichen. Wie viel mehr es gibt, ist vom Pflegegrad abhängig.
Mit dem neuen Jahr stehen so einige Änderungen an. Für manche gibt es eine gute Nachricht: Es gibt mehr Geld – zumindest etwas. echo24.de hat bereits zusammengefasst, wer sich 2025 alles über mehr Geld freuen darf. So soll etwa die Kindergrundsicherung eingeführt werden – und damit das Kindergeld abgelöst werden. Für Eltern erhöht sich dadurch der Zuschlag. Auch manche Arbeitnehmer können durch eine Änderung beim Netto-Lohn 2025 mit mehr Gehalt rechnen. Für Pflegebedürftige, die nicht einem Heim leben, sondern zu Hause von Angehörigen umsorgt werden, soll es im neuen Jahr ebenfalls etwas höhere finanzielle Leistungen geben.
Liste zeigt: Diese Pflegeleistungen sollen 2025 erhöht werden
Wie „pflege.de“ schreibt, sollen sich gleich zu Jahresbeginn die meisten Pflegeleistungen um jeweils 4,5 Prozent erhöhen – basierend auf dem Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz, welches bereits 2023 entstanden ist. Laut „pflege.de“ werden folgende Pflegeleistungen erhöht:
- Pflegegeld
- Pflegesachleistungen
- Entlastungsbetrag
- Pflegehilfsmittel zum Verbrauch
- Verhinderungspflege
- Kurzzeitpflege
- Tages- und Nachtpflege
- Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
- Ergänzende Unterstützungsleistungen für DiPA
- Leistungen für die vollstationäre Pflege
- Wohngruppenzuschlag & Anschubfinanzierung für Wohngruppen
Die nächste Erhöhung soll es erst in drei Jahren wieder geben: „Zum 1. Januar 2025 und zum 1. Januar 2028 werden die Geld- und Sachleistungen regelhaft in Anlehnung an die Preisentwicklung automatisch dynamisiert“, schreibt das Bundesgesundheitsministerium.
Die Erhöhung des Pflegegeldes orientiert sich an den Entwicklungen von Preisen und Löhnen. 2025 soll auch das Gehalt für Arbeitnehmer in bestimmten Branchen steigen, wie eine Umfrage zeigt. Dabei bewegen sich die erwarteten Lohn-Erhöhungen zwischen 3,6 Prozent und 4,9 Prozent.
Tabelle zeigt Erhöhung nach Pflegegrad: So soll das Pflegegeld 2025 steigen
Wie hoch das Pflegegeld ausfällt, hängt vom Pflegegrad ab. Generell erhalten pflegebedürftige Personen ab Pflegegrad 2 finanzielle Unterstützung, wenn sich Angehörige oder Freunde zu Hause um den Bedürftigen kümmern. Laut „mdr.de“ werden in Deutschland über vier Millionen Menschen zu Hause versorgt. Diese Tabelle zeigt, wie sich das Pflegegeld 2025 laut „pflege.de“ 2025 erhöhen soll:
| Pflegegrad 2 | von 332 Euro auf 347 Euro |
| Pflegegrad 3 | von 573 Euro auf 599 Euro |
| Pflegegrad 4 | von 765 Euro auf 800 Euro |
| Pflegegrad 5 | von 947 Euro auf 990 Euro |
Bedeutet: Je nach Pflegegrad steigt das Pflegegeld 2025 also zwischen 15 und 43 Euro. Das Pflegegeld steht für Bedürftige laut Bundesgesundheitsministerium zur freien Verfügung und kann individuell entsprechend der Bedürfnisse eingesetzt werden.
Pflegegeld in Deutschland
In Deutschland gibt es Pflegegeld nur auf Antrag. Der jeweilige Pflegegrad wird durch einen Gutachter bestimmt. Wie das Bundesgesundheitsministerium erklärt, muss generell für einen Anspruch auf Pflegegeld in den letzten zehn Jahren mindestens über zwei Jahre in die Pflegekasse eingezahlt worden sein – oder eine Familienversicherung bestanden haben.
Zuschlag für Pflegesachleistungen soll 2025 – Erhöhung hängt vom Pflegegrad ab
Auch bei den Pflegesachleistungen soll es 2025 eine Erhöhung geben. Laut „pflege.de“ soll der Zuschlag je nach Pflegegrad pro Monat so hoch ausfallen:
| Pflegegrad 2 | von 761 Euro auf 796 Euro |
| Pflegegrad 3 | von 1432 Euro auf 1497 Euro |
| Pflegegrad 4 | von 1778 Euro auf 1859 Euro |
| Pflegegrad 5 | von 2200 Euro auf 2299 Euro |
Je nach Pflegegrad gibt es ab 2025 also zwischen 35 und 99 Euro mehr Geld für die Pflegesachleistungen. Zu den Pflegesachleistungen zählen laut Bundesministerium für Gesundheit die Pflege und Betreuung durch Pflegedienste, Einzelpflegekräfte und Betreuungsdienste.
Mehr Geld für die Tages- und Nachtpflege 2025
Die Tages- und Nachtpflege ist eine Ergänzung zu der Pflege zu Hause. Je nach Pflegegrad erhöht sich laut „pflege.de“ auch hier der Betrag:
| Pflegegrad 2 | von 689 Euro auf 721 Euro |
| Pflegegrad 3 | von 1298 Euro auf 1357 Euro |
| Pflegegrad 4 | von 1612 Euro auf 1685 Euro |
| Pflegegrad 5 | von 1995 Euro auf 2085 Euro |
Zwischen 32 Euro und 90 Euro mehr soll es ab 2025 in der Tages- und Nachtpflege geben.
Leistungen für die vollstationäre Pflege soll 2025 steigen – Tabelle gibt Überblick
Eine vollstätionäre Pflege bedeutet, dass Pflegebedürftige nicht zu Hause, sondern in einer Einrichtung untergebracht sind und dort betreut werden. Die Höhe der Leistung hängt vom Pflegegrad ab, die Pflegeversicherung zahlt einen Festbetrag. So hoch soll die Erhöhung 2025 laut „pflege.de“ ausfallen:
| Pflegegrad 2 | von 770 Euro auf 805 Euro |
| Pflegegrad 3 | von 1262 Euro auf 1319 Euro |
| Pflegegrad 4 | von 1775 Euro auf 1855 Euro |
| Pflegegrad 5 | von 2005 Euro auf 2096 Euro |
In der vollstationären Pflege steigen die Leistungen 2025 zwischen 35 Euro und 91 Euro in Deutschland.
Tabelle gibt Überblick: Diese Leistungen werden 2025 ebenfalls erhöht – hier gibt es mehr Geld
Rund um die Pflege soll es noch weitere Erhöhungen geben, unter anderem bei dem Entlastungsbetrag, den Pflegehilfsmitteln, der Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und mehr, wie „pflege.de“ erklärt. Ein Überblick, wo es ab 2025 mehr Geld geben soll:
| Entlastungsbetrag | von 125 Euro auf 131 Euro monatlich |
| Pflegehilfsmittel zum Verbrauch | von 40 auf 42 Euro monatlich |
| Verhinderungspflege | von 1612 Euro auf 1685 Euro jährlich |
| Kurzzeitpflege | von 1774 Euro auf 1854 Euro jährlich |
| Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen | von 4.000 Euro auf 4.180 Euro pro Maßnahme |
| Ergänzende Unterstützungsleistungen für DiPA | von 50 auf 53 Euro monatlich |
| Wohngruppenzuschlag für alle Pflegegrade | von 214 Euro auf 224 Euro monatlich |
| Anschubfinanzierung für alle Pflegegrade | von 2.500 Euro auf 2.613 Euro pro Person |
Doch nicht nur in Sachen Geld gibt es im neuen Jahr Änderungen – auch in anderen Bereichen kommt Neues auf Verbraucher in Deutschland zu.
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