Einkaufstipp spart Geld
Große Verpackung, kleiner Inhalt: So erkennen Supermarkt-Kunden Mogelpackungen
VonJulia Cuprakowaschließen
Viele Verbraucher sind schon einmal auf eine Mogelpackung hereingefallen. Doch wie erkennen Kunden im Supermarkt die bewusste Manipulation und was können sie dagegen tun? echo24.de gibt Tipps.
Viele Supermärkte wie Kaufland und Rewe, aber auch Discounter wie Aldi und Lidl nutzen zum Teil fiese Tricks, um Kunden zum Mehrkauf zu verleiten. Zum Beispiel sind die Einkaufswagen absichtlich sehr groß. Dadurch füllen sie sich nur sehr langsam – der Kunde hat so das Gefühl, nicht genug eingekauft zu haben.
Aber auch Hersteller verschiedener Produkte tricksen immer wieder mit Mogelpackungen, um den Verbrauchern unbemerkt mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie man der „Shrinkflation“ auf die Spur kommt und was Verbraucher dagegen tun können, verrät echo24.de.
Mogelpackungen und Shrinkflation – so lassen sich die fiesen Tricks der Hersteller erkennen
Große Verpackung, kleiner Inhalt – diese Erfahrung hat wohl jeder Verbraucher schon einmal bei einem Produkt machen müssen. Und nein, es handelt sich dabei nicht um ein Versehen der Hersteller, sondern um eine bewusste Manipulation der Kunden. Wer eine halb leere Chipstüte zum gleichen Preis vor sich hat, ist auf eine sogenannte Mogelpackung hereingefallen. Laut echo24.de haben die Hersteller einige Tricks auf Lager, um den Kunden mehr Inhalt vorzugaukeln. Doch woran erkennt man eine Mogelpackung?
Wie „antenne.de“ schreibt, gibt es einige Schlagworte, die Hinweise auf eine Mogelpackung geben. So sollten Verbraucher beim Einkauf vor allem auf Slogans wie „Neue Rezeptur“ oder „20 Prozent mehr Inhalt“ achten. Diese können auf eine versteckte Preiserhöhung oder weniger Inhalt hindeuten. Außerdem sollten Kunden beim Einkauf immer die Liter- und Kilopreise vergleichen, um eine Veränderung zu erkennen. Doch was kann der Kunde tun, wenn er eine Mogelpackung entdeckt hat?
Mogelpackungen sind legal: Was Verbraucher dagegen tun können
Um es gleich vorwegzunehmen: Hersteller anzeigen ist keine Option. Der Grund: Shrinkflation ist nicht illegal. Derzeit gibt es keine gesetzlichen Vorgaben für Füllmengen oder Preisaufschläge. Diesen Spielraum nutzen die Hersteller also aus, schreibt „Antenne Bayern“ weiter.
Shrinkflation
Shrinkflation bedeutet, dass bei gleicher Packungsgröße der Inhalt schrumpft, der Preis aber gleich bleibt. Ein Beispiel sind Fruchtgummis, die statt 200 Gramm nur noch 175 Gramm enthalten, aber genauso viel kosten.
Wer die Kostenfalle nicht selbst erkennt, hat also Pech gehabt. Verbraucherschützer raten deshalb, Produkte mit Luftverpackungen nicht zu kaufen und sich beim Hersteller zu beschweren. Dazu können Betroffene den Musterbrief der Verbraucherzentrale auf „vzhh.de“ nutzen.
Tabelle zeigt: Das sind die Mogelpackungen des Monats Oktober
Die Verbraucherzentrale Hamburg führt übrigens eine Liste mit den aktuellen Mogelpackungen des Monats. Wer also keine Liter- und Kilopreise vergleichen will, kann sich vor dem Einkauf auf der Homepage informieren. Die aktuellen Mogelpackungen im Oktober sind:
| Produkt | Alte Füllmenge und Preis / Neue Füllmenge und Preis |
|---|---|
| Kölln Das Original Schoko Hafer-Müsli | 600 g für 3,79 Euro / 500 g für 3,79 Euro |
| Manhattan Lasting Perfection Compact Make-Up 009 Honey | 10 g für 7,99 Euro / 7 g für 11,99 Euro |
| Head & Shoulders XXL Classic Clean | 900 ml für 10,99 Euro / 800 ml für 10, 99 Euro |
| Numis Med pH 5.5 Waschlotion | 1000 ml für 4,99 Euro / 500 ml für 3,99 Euro |
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