Einkommensanrechnung
Neuberechnung für Millionen Ruheständler: Wer 2025 mehr Rente erhält
- VonMilea Erzingerschließen
Zum Jahreswechsel prüft die Deutsche Rentenversicherung erneut die Einkommensanrechnung. Welche Folgen das für Rentner hat und worauf geachtet werden muss.
Die Einkommensanrechnung sorgt auch 2025 für Bewegung bei den Rentenbezügen. Während einige Senioren durch neue Freibeträge profitieren, drohen anderen spürbare Kürzungen. Rund 1,1 Millionen Grundrentenempfänger erhalten in diesen Tagen Post von der Deutschen Rentenversicherung – und für viele stellt sich die Frage: Gehören sie zu den Gewinnern oder Verlierern der neuen Berechnung? Der Dezember hat auch noch weitere Änderungen und wichtige Termine für Rentner parat.
Einkommensanrechnung 2025: Höhere Freibeträge entlasten Rentner – wer jetzt profitiert
Die Einkommensanrechnung ist ein Mechanismus, der sicherstellen soll, dass Grundrenten- oder Hinterbliebenenzuschläge nur Rentnern zugutekommen, die finanzielle Unterstützung benötigen, erklärt „buerger-geld.de“. Hierbei wird das Einkommen des vorletzten Jahres geprüft – für die Rentenberechnung ab Januar 2025 zählt also das Einkommen aus 2022. Liegt dieses über bestimmten Freibeträgen, werden Anteile des Einkommens auf die Rente angerechnet.
Die gute Nachricht: Ab dem 1. Januar 2025 steigen die Freibeträge. Alleinstehende dürfen dann bis zu 1.437 Euro beziehen, Ehepaare bis zu 2.242 Euro, ohne dass Kürzungen bei der Grundrente erfolgen. Liegt das Einkommen darüber, werden 60 Prozent des überschüssigen Betrags angerechnet, erklärt „Rentenbescheid24“. Diese Anpassung bringt vielen Rentnern eine Entlastung und mehr finanzielle Sicherheit.
Rentencheck 2025: Welche Einkünfte die Bezüge erhöhen – und wo Kürzungen drohen
Fast alle Einkommensarten fließen in die Berechnung ein, erklärt die Deutsche Rentenversicherung. Dazu zählen Gehalt, Kapitaleinnahmen, Mieten oder Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Steuerfreie Einnahmen wie Grundsicherung im Alter oder Arbeitslosengeld II bleiben hingegen unberührt. Auch Änderungen im Einkommen, wie einmalige Zahlungen oder rückwirkende Erhöhungen, können die Anrechnung beeinflussen, heiß es von der Deutschen Rentenversicherung weiter.
Senioren mit gleichbleibendem Einkommen, das unter den neuen Freibeträgen liegt, können sich freuen. Sie profitieren von den gestiegenen Grenzen und erhalten den Grundrentenzuschlag in voller Höhe, erklärt „buerger-geld.org“. Besonders bei geringfügigem Einkommen wirkt sich die Anhebung der Freibeträge spürbar aus.
Wer hingegen Einkünfte hat, die die Freibeträge übersteigen, muss mit Kürzungen rechnen. So können beispielsweise Mieteinnahmen oder Kapitaleinkünfte den Rentenbescheid belasten. Auch Rentner, die steuerpflichtige Einkünfte aus einer Nebentätigkeit oder Zusatzrente erzielen, könnten betroffen sein, schreibt die Deutsche Rentenversicherung weiter.
Appell an Rentner: Rentenbescheide aus Dezember 2024 richtig prüfen
Die neuen Rentenbescheide, die im Dezember 2024 verschickt werden, enthalten alle relevanten Informationen zur Einkommensanrechnung. Rentner sollten diese laut „buerger-geld.org“ genau prüfen und bei Unklarheiten Einspruch einlegen.
Bei der Berechnung können Fehler auftreten, insbesondere, wenn steuerliche Daten nicht korrekt übermittelt wurden. Ein bestimmtes Detail kann für den Rentenbescheid entscheidend sein.
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