Nach oben schauen lohnt sich

Partielle Mondfinsternis: Wann das Himmels-Spektakel am Samstagabend zu sehen ist

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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  • Tobias Becker
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Im Oktober 2023 bietet der Nachthimmel wieder einige Highlights: Von Sternschnuppen über ferne Galaxien bis zu einer partiellen Mondfinsternis ist alles dabei.

Der Himmel hat nachts noch mehr zu bieten als „nur“ Sterne. Im Oktober ist „da oben“ viel los, denn von Sternschnuppen bis Mondfinsternis wird einiges geboten. Vieles davon lässt sich auch in Baden-Württemberg gut beobachten, zumindest wenn das Wetter mitspielt. Für manch ein Himmels-Highlight muss jedoch eine weite Reise unternommen werden.

Spektakel am Nachthimmel: Mondfinsternis im Oktober 2023 ganz nah und ganz fern

Der Mond bietet im Oktober 2023 ein besonderes Schauspiel am nächtlichen Himmel: Eine partielle Mondfinsternis steht an. Dabei wird nicht der komplette Mond verdunkelt, sondern gerade einmal sechs Prozent, wie die „dpa“ schreibt. Dafür ist das Spektakel jedoch gut zu beobachten aus Mitteleuropa.

Los geht es mit dem „kosmischen Schauspiel“ am Samstag, dem 28. Oktober, um 21:35 Uhr. Etwa 80 Minuten später ist dann auch schon wieder alles vorbei, denn dann tritt der Mond wieder aus dem Kernschatten heraus.

Wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet, kann am Samstag die partielle Mondfinsternis mit einem Teleskop von der Sternwarte in Heilbronn beobachtet werden. Allerdings dürfte das Wetter in Baden-Württemberg derzeit für eher schlechte Sichtverhältnisse sorgen: Am Wochenende wird vor Regen, Sturm und Gewitter gewarnt.

Mitte des Monats hat es bereits eine „ringförmige Sonnenfinsternis“ gegeben, bei welcher der Mond die scheinbare Sonnenbahn (Ekliptik) kreuzt. Allerdings hatten die Menschen am 14. Oktober in Baden-Württemberg etwas Pech, denn die Zone der ringförmigen Verfinsterung zieht sich vom westlichen Nordamerika über Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika und endet im äquatorialen Atlantik.

„Draconiden“ und „Leoniden“ sorgen für Sternschnuppen-Nächte im Oktober und November

Doch wer von Sonne und Mond spricht, darf auch die Sterne nicht außer Acht lassen. Und noch viel weniger die Sternschnuppen. Bereits vom 6. bis zum 10. Oktober tauchten die Draconiden auf, deren Höhepunkt am 9. Oktober war. Dieser Meteorstrom scheint dem Sternbild Drache zu entspringen, worauf der Name zurückzuführen ist.

Was nur wenige wissen: Der Ursprung liegt im Kometen 21P/Giacobini-Zinner, weshalb die Draconiden auch „Giacobiniden“ genannt werden. Im November sorgen dann die Leoniden für Sternschnuppen-Schauer. Der bekannteste Sternschnuppen-Zeitraum ist übrigens im August, wenn die Perseiden unterwegs sind.

Die Sternschnuppen der Perseiden kann man Mitte August beobachten. (Symbolbild)

Zu viel „niden“ am Ende? Dann ist vielleicht die Heldensaga genau das richtige Highlight. Hoch im Süden nimmt laut „dpa“ das große Sternenviereck des Pegasus seinen Platz ein. Das ist auch gleichzeitig das Leitsternbild im Herbst, weshalb das Quadrat auch Herbstviereck genannt wird. Pegasus ist der Sage nach aus dem Leib der Medusa entsprungen, nachdem Perseus ihr den Kopf abgeschlagen hatte.

Besonderheit im Oktober 2023: So weit das Auge reicht – andere Galaxie sichtbar

Und eben jener Perseus findet sich als Sternbild ebenfalls am Himmel im Herbst wieder. Direkt neben dem Herbstviereck befindet sich dann übrigens noch die Sternenkette der Andromeda. Klingt nett und hat sogar einen Bonus im Gepäck! Wer ganz genau hinschaut, entdeckt unter guten Sichtbedingungen ein schwach leuchtendes, längliches Lichtfleckchen. Das wäre dann die Nachbarmilchstraße, die Andromeda-Galaxie.

Das Besondere: Es ist das fernste Objekt, das mit bloßem Auge sichtbar sein kann – und liegt ganz nebenbei bemerkt schlappe 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Für alle Mathematik-Füchse: Das wären dann rund 2,36518×1019 Kilometer. Oder anders gesagt: Weit, weit weg.

Im Oktober gibt es noch eine weitere Besonderheit: Am 29. Oktober (Sonntag) ist Zeitumstellung. echo24.de erklärt, in welche Richtung die Uhr auf Winterzeit gedreht werden muss.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar.com/Joachim Hahne

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