Eigenmarken vs. Markenprodukte
Kunden sollten genau hinschauen: Bei diesen Produkten steigen die Preise enorm
VonLisa Kleinschließen
Beim Einkaufen greifen Kunden häufig zu Eigenmarken von Discounter und Supermarkt, um Geld zu sparen. Doch Achtung: Die Preise sind bei bestimmten Produkten zuletzt stark gestiegen.
Fast alles wird teurer – und auch 2025 gibt es einige Preise, die steigen. Beim Lebensmitteleinkauf schauen viele Kunden deshalb ganz genau hin. Denn mit ein paar Tipps und Tricks kann beim Einkaufen Geld gespart werden. Dabei gilt es auch auf Angebote zu achten und Produkte ganz genau zu vergleichen. Ein beliebter Trick: Statt zum Markenprodukt zur Eigenmarke von Lidl, Kaufland, Edeka und Co. zu greifen.
Doch Achtung! Auch die Eigenmarken von den Supermärkten und Discountern werden teurer – und das sogar stärker als Markenprodukte. Einer Studie zufolge sind die Preise bei No-Name-Produkten zuletzt stark gestiegen.
Preise von Eigenmarken steigen stärker: Sind No-Name-Produkte beim Einkaufen wirklich noch günstiger?
„t-online.de“ berichtet über eine aktuelle Studie aus Nordamerika, die im „Journal of Monetary Economics“ veröffentlicht worden ist. Zwei Wissenschaftler haben demnach einen großen Preis-Vergleich gestartet – und die Entwicklung von über zwei Millionen Ess- und Trinkwaren aus 91 großen Einzelhandelsketten zwischen den Jahren 2018 und 2024 untersucht. Die Analyse bezog sich auf die Länder Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Niederlande, Kanada, USA und das Vereinigte Königreich.
Dabei sollen die Forscher laut „t-online.de“ herausgefunden haben, dass die Preise günstigerer Waren deutlich schneller steigen als die von teureren Varianten desselben Produkts. Demnach seien Kunden, die zu günstigeren Marken griffen, stärker von Preissteigerungen betroffen.
Eigenmarken um 29 Prozent teurer – bei Markenprodukt deutlich geringerer Anstieg
Wie „t-online.de“ berichtet, lag die Teuerungsrate der Studie zufolge in Deutschland zwischen Januar 2020 und Mai 2024 bei Markenprodukten bei 15 Prozent – bei den Eigenmarken bei 29 Prozent! „Zwar blieben die No-Name-Lebensmittel weiterhin günstiger als die Markenware, jedoch wurde die Preisdifferenz zwischen beiden geringer“, heißt es.
Mögliche Gründe können laut Experten zum einen Preissteigerungen aufgrund von einer erhöhten Nachfrage sein, zum anderen aber auch Faktoren wie gestiegene Produktionskosten und Krisen mit globalen Auswirkungen.
Sparen beim Einkaufen: Eigenmarken vs. Markenprodukte – was ist günstiger?
Auch Stiftung Warentest hat den Vergleich von Markenware und Eigenmarken gemacht, wie echo24.de bereits berichtete. Dabei wurden 2023 die Preise von insgesamt 1414 verschiedenen Lebensmittel-Produkten (786 Marken, 628 Eigenmarken) genau unter die Lupe genommen. In der Qualität unterschieden sich in dem Vergleich die Produkte kaum.
Kein Wunder: So stecken sowohl bei Kaufland als auch bei Lidl bekannte Marken hinter Eigenmarken. Das Ergebnis von Stiftung Warentest zeigte: Die Preisunterschiede sind mal kleiner, mal größer – gespart werden, kann in der Regel aber schon. So gelten vor allem Chips, Mineralwasser, Bitterschokolade und auch Tortellonis oder Kinderdesserts als Schnäppchen-Chance.
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