Ruhestand und aktuelle Entwicklungen

Rentenreform droht: So funktioniert der Ruhestand mit 63 noch

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Mit 63 Jahren in Rente gehen? echo24.de erklärt alles über die Voraussetzungen, den Antrag und was bei einer möglichen Rentenreform beachtet werden muss.

Die Rente mit 63 ist nach wie vor ein viel diskutiertes Thema in der deutschen Rentenpolitik. Derzeit ist ein vorzeitiger Renteneintritt nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich – und diese werden immer weiter eingeschränkt. Welche Möglichkeiten gibt es noch für einen früheren Ruhestand und wie könnte sich die Situation unter einer CDU-geführten Regierung verändern? Ein Überblick.

Ruhestand in Deutschland: Wer kann derzeit mit 63 in Rente gehen?

Aktuell besteht die Möglichkeit, mit 63 Jahren in Rente zu gehen, jedoch nicht für alle und ohne Abschläge. Es gibt zwei Hauptgruppen, die von der vorgezogenen Altersrente profitieren können:

  • Besonders langjährig Versicherte
  • Schwerbehinderte Menschen

Wer mindestens 45 Beitragsjahre nachweisen kann, kann mit Abschlägen vorzeitig in Rente gehen. Für jeden Monat, den man früher in Rente geht, beträgt der Abschlag 0,3 Prozent, bei vier Jahren also maximal 14,4 Prozent, wie die Deutsche Rentenversicherung schreibt.

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Auch Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis können früher in Rente gehen, wobei die genauen Regelungen vom Grad der Behinderung abhängen. echo24.de berichtete bereits darüber, wie sich ein Schwerbehindertenausweis auf eine frühere Rente auswirkt.

Rentenreform: Welche Änderungen könnten bald für die Altersrente anstehen?

Sollte die CDU wieder in die Regierungsverantwortung kommen, könnten sich die Regelungen drastisch ändern. Laut aktuellen Aussagen strebt die Partei eine Abschaffung der vorzeitigen Altersrente für mehr als zwei Jahre vor dem regulären Rentenalter an. Wie „tagesschau“ berichtet, fordert der Unionsfraktionsvize Jens Spahn angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland ein sofortiges Ende der „Rente mit 63“.

Das bedeutet: Wer mit 63 Jahren in Rente gehen möchte, könnte zukünftig erheblich eingeschränkt werden.
Die finanziellen Folgen wären für viele Arbeitnehmer spürbar, da eine längere Erwerbstätigkeit erforderlich wird, um die volle Rentenhöhe zu sichern.

Ist außerdem bereits die Renten-Erhöhung 2025 in Gefahr? echo24.de berichtet darüber, was der Ampel-Bruch für Senioren bedeutet. Aktuell stehen zumindest folgende Termine für die Renten-Auszahlung in 2025 fest.

Früher in Rente: Wie können sich Arbeitnehmer jetzt absichern?

Wer aktuell überlegt, mit 63 Jahren in Rente zu gehen, sollte lieber frühzeitig handeln. echo24.de hat einige Tipps, um die Chancen zu erhöhen:

  • Versicherungszeiten prüfen: Sind die 45 Beitragsjahre erreicht? Dazu zählen auch Zeiten für Kindererziehung, Pflege und Arbeitslosigkeit.
  • Finanzen planen: Wie hoch sind die möglichen Abschläge und sind diese mit dem gewünschten Lebensstandard vereinbar?
  • Über Alternativen informieren: Eventuell kommen Teilrente oder andere Modelle infrage, um den Übergang in den Ruhestand flexibler zu gestalten.
  • Aktuelle Entwicklungen im Blick behalten: Politische Änderungen könnten kurzfristig beschlossen werden. Um rechtzeitig reagieren zu können, sollten die Entwicklungen im Blick behalten werden.

Die Rente mit 63 könnte in den nächsten Jahren weiter eingeschränkt oder sogar abgeschafft werden. Insbesondere unter einer CDU-geführten Regierung sind Reformen wahrscheinlich. Wem die Rente mit 63 außerdem immer noch zu spät ist, der sollte Alternativen ausprobieren: Mit einem Plan, soll die Rente mit 45 Jahren klappen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Steinach

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