Ziele des Rentenpakets

Immer später in Rente? Arbeitsminister mit klarer Ansage – das ist geplant

  • VonSophia Lavcanski
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Um das Renteneintrittsalter gibt es derzeit viel Diskussion. Arbeitsminister Heil gibt nun ein klares Statement und berichtet vom neuen Rentenpaket.

Schon seit Monaten finden Diskussionen bezüglich der Rente bezüglich. Neben der Abschaffung der Rente mit 63, gegen die sich zuletzt auch ein Experte aussprach, wird häufig auch die Erhöhung des Renteneintrittsalters thematisiert. Viele weitere Änderungen für Rentner in Jahr 2024 sorgen für zusätzliche Aufregung. Nun äußerte sich der Bundesminister für Soziales und Arbeit, Hubertus Heil, in einem Interview mit der „FUNKE Mediengruppe“ zum Renteneintrittsalter und dem Rentenpaket.

„Keine weiteren Erhöhungen“: Minister Heil äußert sich zum Renteneintrittsalter

Wie der Bundesminister für Arbeit und Soziales Heil im Interview erklärt, läge besonders die „dauerhafte“ Sicherung des Rentenniveaus im Fokus. Weiter betonte er: „Zudem wird es mit uns keine weitere Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters geben.“ Seiner Meinung nach wäre „eine Rente mit 69 oder 70“ besonders für hart arbeitende Menschen, wie beispielsweise in der Pflege oder Logistik, auch eine Rentenkürzung.

Für zukünftige Rentner werden die Worte des Ministers wohl wie Musik in den Ohren klingen, doch damit nicht genug. Auch zur anstehenden Rentenreform äußerte sich der FDP-Politiker Heil: „Finanzminister Lindner und ich sind sehr weit und werden das neue Rentenpaket in wenigen Wochen vorlegen.“ echo24.de berichtet, welche Jahrgänge aktuell Rentenanspruch haben. Eine Tabelle zeigt, wie hoch die Rente im Alter ausfällt.

Zukunftssicherung: Das sind die Ziele des Rentenpakets des Bundes

Dass die Renten in den nächsten Jahren deutlich sinken könnten, will Hubertus Heil mit aller Kraft verhindern. Er betont: „Jetzt ist es an der Zeit, die Weichen langfristig zu stellen, damit sich alle Generationen auf eine stabile Rente verlassen können.“ Dazu diene das seit Monaten geplante Rentenpaket. Bereits jetzt gibt es große Unterschiede bei der Höhe der Rente.

Prinzipiell plant die Ampel-Koalition mit dem Rentenpaket, dass Menschen im Ruhestand in Zukunft mindestens 48 Prozent ihres vorherigen Lohnes als Rente bekommen sollen. Pläne für Aktienrenten, beziehungsweise Generationenkapital, sollen im Rentenpaket dazu beitragen, die Rentenversicherung zu entlasten. Da die sogenannte Haltelinie für das Absicherungsniveau der gesetzlichen Rente bis 2025 gültig ist, soll das neue Rentenpaket danach eine rechtliche Grundlage darstellen.

Arbeits- und Sozialminister gibt Prognose für den Sommer 2024

Auch zu der Rentenerhöhung im Sommer 2024 gab der Minister eine Meinung ab, die positiv klingt. Erste Schätzungen würden die Bundesregierung zuversichtlich stimmen, „dass zum 1. Juli die Renten wieder stärker steigen als die Preissteigerungsrate.“ Dabei geht eine offizielle Prognose bislang von einer Erhöhung von 3,5 Prozent aus.

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