Tabelle zeigt Freibetrag
Steuer zahlen auf Rente: So hoch ist der Anteil abhängig vom Jahrgang
VonLisa Kleinschließen
Die meisten Arbeitnehmer müssen bis auf wenige Ausnahmen Steuern zahlen. Im Alter hört das nicht auf, auch auf die Rente werden Steuern fällig. Allerdings nicht immer und auch nicht auf alles.
Wie hoch die Rente im Alter ausfällt, ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Dabei kann die Rentenhöhe sehr unterschiedlich sein. Seit Juli gibt es für alle Rentner etwas mehr Geld, dank eines kleinen Zuschlags. Wie viel Geld Rentner letztendlich übrig haben, hängt nicht nur von Beitragsjahren und Einkommen während des Arbeitslebens ab, sondern auch von den Steuern. Denn: Auch Rentner müssen eine Steuererklärung abgeben und gegebenenfalls Steuern zahlen. Dabei ist die Höhe des steuerpflichtigen Anteils von dem Eintrittsjahr in die Rente abhängig. Für die verschiedenen Jahrgänge gibt es unterschiedliche Rentenfreibeträge.
Rentner müssen Steuern zahlen: Bis zu diesem Beitrag bleibt die Rente steuerfrei
Die „Deutsche Rentenversicherung“ (DRV) erklärt: Renten sind „grundsätzlich einkommenssteuer- beziehungsweise lohnsteuerpflichtig“. Steuern zahlen muss prinzipiell jeder Rentner. Außer: Der zu versteuernde Rentenbeitrag liegt unter dem steuerlichen Grundfreibetrag, dann muss auch keine Einkommenssteuer bezahlt werden, erklärt „Lohnsteuerkompakt“.
Dadurch soll das Existenzminimum gesichert werden. Darunter fällt auch die Grundsicherung, die Rentner auch dann bekommen, wenn sie noch nie gearbeitet haben.
Der Grundfreibetrag erhöht sich in der Regel jährlich. Liegt die Rentenhöhe darunter, müssen keine Steuern gezahlt werden 2023 wurde der Grundfreibetrag pro Jahr von 10.347 Euro auf 10.908 Euro angehoben. 2024 steigt der Grundfreibetrag: auf 11.604 Euro.
Rentner müssen Steuern zahlen: Höhe des steuerpflichtigen Anteils und Freibeträge variieren
Doch wer mit seiner Rente darüber liegt, muss nicht zwingend Steuern bezahlen. Denn je nach Jahr des Renteneintritts muss nur ein bestimmter Anteil der Rente überhaupt versteuert werden. Liegt diese Summe unter dem Grundfreibetrag, bleibt die Rente steuerfrei. Liegt die Summe darüber, muss der Teil, der nach Abzug des Freibetrags übrig bleibt, versteuert werden.
Doch wie hoch fällt nun der steuerpflichtige Anteil aus? Die „Deutsche Rentenversicherung“ erklärt: „Bei Renten, die spätestens im Dezember 2005 begannen, wurden 50 Prozent der Bruttorente als steuerpflichtiges Einkommen angesetzt. Jahr für Jahr steigt der Prozentsatz des steuerpflichtigen Teils der Rente für die jeweiligen Neurentner um zwei Prozentpunkte“, heißt es weiter. „Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2020 sind es somit bereits 80 Prozent. Danach erhöht er sich jeweils nur noch um einen Prozentpunkt.
Wie viel Steuern werden auf die Rente fällig? Tabelle zeigt: So hoch ist der Anteil nach Jahrgang
| Jahr des Renteneintritts | Anteil der Rente, die besteuert wird in Prozent | Rentenfreibetrag in Prozent |
| bis 2005 | 50 Prozent | 50 Prozent |
| 2006 | 52 Prozent | 48 Prozent |
| 2007 | 54 Prozent | 46 Prozent |
| 2008 | 56 Prozent | 44 Prozent |
| 2009 bis 2020 | Anteil steigt jährlich um 2 Prozent | Freibetrag sinkt um zwei Prozent |
| ab 2020 | Anteil steigt jährlich um 1 Prozent | Freibetrag sinkt um ein Prozent |
| 2021 | 81 Prozent | 19 Prozent |
| 2022 | 82 Prozent | 18 Prozent |
| 2023 | 83 Prozent | 17 Prozent |
| 2024 | 84 Prozent | 16 Prozent |
| 2025 | 85 Prozent | 15 Prozent |
| 2026 | 86 Prozent | 14 Prozent |
| 2027 | 87 Prozent | 13 Prozent |
| 2028 | 88 Prozent | 12 Prozent |
| 2029 | 89 Prozent | 11 Prozent |
| 2030 bis 2039 | Anteil steigt jährlich um 1 Prozent | Freibetrag sinkt um ein Prozent |
| Ab 2040 | 100 Prozent | 0 Prozent |
echo24.de erklärt an einem Rechenbeispiel, wie viel Steuern etwa bei einer Rente von 1600 Euro abgezogen werden.. Mit einem Trick gelingt die Steuererklärung für Rentner übrigens schneller.
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