Änderung ab 2025
Strengere Restmüll-Regeln: Was seit Januar nicht mehr in die schwarze Tonne darf
- VonSophia Lavcanskischließen
Altkleider sollen ab 2025 nicht mehr im Restmüll landen. Das neue Gesetz soll dazu beitragen, dass effektiver recyclet wird. Was für Verbraucher wichtig ist.
Dass Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, merken Verbraucher in sämtlichen Lebenssituationen, sei es beim Kauf von Autos, Lebensmitteln oder Kleidung. Und auch bei der Entsorgung wird strenger darauf geachtet, dass der Biomüll richtig getrennt wird.
Seit diesem Jahr müssen Verbraucher auch wissen, was in die Restmüll-Tonne gehört. Denn dort gibt es eine Änderung, die viele noch nicht kennen. Seit Januar 2025 gibt es strengere Regeln, was die Entsorgung von alten Kleidern angeht.
Altkleider-Verbot im Hausmüll – dies Änderung gilt seit Januar 2025
Laut info.recyclehero.de landen noch fast zwei Drittel aller Textilien in der EU im Hausmüll. Wie Chip erklärt, dürfen alte Textilien seit Januar 2025 nicht mehr in den Restmüll geworfen, sondern müssen in Altkleidercontainer entsorgt werden – selbst wenn sie beschädigt sind. Doch bei den betroffenen Waren handelt es sich nicht nur um Kleidung.
Neben alten T-Shirts, Jeans oder Jacken sollen auch Bettwäsche, Handtücher oder Vorhänge im Altkleidercontainer landen. Der hauseigene Restmüll ist somit für jegliche Textilien ein tabu. Grund dafür ist, dass diese nicht mehr verbrannt oder deponiert, sondern weitergenutzt oder recycelt werden sollen.
Wie Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt, ist die Bekleidungsindustrie Schuld an mehr Treibhausgasen als alle internationalen Flüge und Schiffe zusammen.
Neu bei der Mülltrennung: Textilien sollen ab 2025 besser recycelt werden können
Dank der vielen, bereits flächendeckend aufgestellten, Altkleider-Containern sei Deutschland laut Heldt schon gut auf das neue Gesetz vorbereitet. Probleme sieht er jedoch beim Recycling, denn Klamotten haben heutzutage oft einen hohen Anteil an synthetischen Fasern wie Polyester.
Auch wenn die Technik da ist, lasse sich Polyester laut Heldt kaum recyceln und würde oft verbrannt werden. Bei Textilien mit einer Mischung aus Natur- und Chemiefasern sei es sehr schwer, die beiden Fasern zu trennen und so zu recyclen.
Auch der Biomüll soll ab 2025 strenger getrennt werden
Auch beim Biomüll gibt es neue Regeln, die zu Bußgeldern führen können. Speziell geht es dabei um einen Grenzwert für „Störstoffe“, die die Herstellung von Qualitätskompost aus Bioabfall für deutsche Abfallwirtschaftsbetriebe immer schwieriger machen.
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