Bis zu 30 Grad am Wochenende

Perfektes Badewetter im April? Experten warnen vor tödlicher Gefahr bei Seen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
    schließen

Bis zu 30 Grad werden am Wochenende in Baden-Württemberg erwartet. Im Sommer bedeutet das meist das perfekte Badewetter. Doch im Frühling kann Schwimmen im See schnell tödlich enden.

„Außergewöhnlich warme Luft“, strömt nach Deutschland, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt. Bis zu 30 Grad werden am Samstag in Baden-Württemberg erwartet, laut DWD ist das „rekordverdächtig warm“. Am Samstag, 6. April, ist somit der erste Sommertag des Jahres – von dem Meteorologen bereits ab 25 Grad sprechen. Sollte die 30-Grad-Marke geknackt werden, handelt es sich sogar um einen Hitzetag.

Wer denkt, der Temperaturausbruch ist nur von kurzer Dauer und ein Tagesphänomen, irrt: Auch am Sonntag und Montag werden bis zu 29 Grad erwartet. Erst am Dienstag wird es laut „DWD“ dann „deutlich kühler“ – mit immer noch bis zu 22 Grad. So manch einer könnte am Wochenende bereits auf die Idee kommen, Schwimmen zu gehen. Doch der „DLRG“ warnt vor der Ertrinkungsgefahr in Seen und Flüssen, wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet.

Sommer-Wetter lädt zum Baden ein – Experten warnen jedoch vorm Schwimmen gehen

In der Region Heilbronn gibt es verschiedene Badeseen. Der größte und wohl beliebteste ist dabei der Breitenauer See bei Obersulm. Solange die Badesaison noch nicht offiziell eingeläutet ist, brauchen Besucher keine Eintrittskarte. Das bedeutet allerdings auch: Es wird keine Bademeister vor Ort geben. Wer also Schwimmen geht, tut das auf eigene Gefahr und ohne Rettungsschwimmer.

Die Badesaison 2024 hat noch nicht begonnen – „der Beginn der Eintrittskontrollen wird an dieser Stelle über unsere Homepage bekannt gegeben und ist wetterabhängig“, heißt es auf der Webseite des Breitenauer Sees. Im Jahr 2024 gibt es einige Änderungen rund um das Buchungssystem für Eintrittskarten zum Breitenauer See, wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet.

DLRG warnt vor tödlicher Gefahr: Darum ist aktuell das Risiko hoch, in Seen und Flüssen zu ertrinken

Die „Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft“ (DLRG) warnt: Die Wassertemperaturen im Breitenauer See betragen erst rund zehn bis zwölf Grad, wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet. In den anderen Seen der Region sieht das nicht anders aus.

Das ist für durchschnittliche Schwimmer viel zu kalt. Im schlimmsten Fall drohen Schwimmer zu ertrinken. Das Problem: Das kalte Wasser könne zu Kreislaufproblemen führen. Außerdem kann es zu Krampfanfällen kommen. Erst ab 20 Grad sei laut „DLRG“ eine gute Badetemperatur erreicht.

Schwimmen im April in einem See? Keine gute Idee, auch nicht bei 30 Grad.

Auch bei Kindern, die am Wasser spielen, sollte – wie immer – besonders aufgepasst werden. Wie echo24.de in der Vergangenheit bereits berichtete, ertrinken Kinder oft „lautlos“ – Wasser kann in einer unaufmerksamen Sekunde schnell zur tödlichen Gefahr für die Kleinen werden.

Sommer-Wetter im April: Ein Vorbote auf einen heißen Sommer mit viel Badewetter?

Übrigens: Am Sonntag soll sich zu den hohen Temperaturen auch noch Saharastaub mischen – vermiest er damit das sonnige Wochenende? echo24.de erklärt, wieso der Saharastaub am Sonntag für einen Dämpfer sorgen könnte.

Sind die hohen Temperaturen Anfang April ein Vorbote für einen extremen Sommer? Manche sprechen bereits von einem „Höllensommer“ der 2024 drohen könnte. echo24.de berichtet, wann laut des 100-jährigen Wetter-Kalenders die „große und andauernde Hitze“ kommen sollen.

Rubriklistenbild: © Mario Berger

Mehr zum Thema