Der Traum vom großen Wohnglück
Tipps für die Wohnungssuche – darauf müssen künftige Mieter und Käufer achten
VonFabian Girschickschließen
Aktuell sind wieder viele Baden-Württemberger auf der Suche nach ihrer Traumimmobilie. Doch der Weg dorthin gestaltet sich häufig nicht einfach. Wie es klappen kann.
Die Wohnungsnot in Baden-Württemberg nimmt immer mehr zu – viele Bürgerinnen und Bürger verzweifeln inzwischen an der Suche nach einem neuen Heim oder an den hohen Immobilienpreisen. Dabei gibt es auch im „Ländle“ weiterhin Hoffnung auf bezahlbaren Wohnraum. echo24.de verrät, worauf zu achten ist.
Potenzielle Käufer müssen drei Kriterien für die Eigenheimfinanzierung erfüllen
In einem Interview mit „BW24.de“ spricht der Stuttgarter Immobilien-Experte Mohamed Abu von drei Kriterien, die Kaufinteressentinnen und -interessenten erfüllen müssen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen zu können.
Neben einem „regelmäßigen Einkommen“, um die monatlichen Raten der Finanzierung zu tragen, sei vor allem auch ein solides „Eigenkapital“ notwendig. Denn je mehr Eigenkapital zur Verfügung stehe, desto geringere Risiken gäbe es für die Finanzierung. Eine Faustregel besagt, dass Kaufinteressentinnen und -interessenten etwa 20 Prozent des Kaufpreises bereits durchs Eigenkapital bezahlen können sollten.
Doch neben dem Einkommen und dem Eigenkapital sollten Immobiliensuchende auch besonders auf die monatliche Rate für das Immobiliendarlehen achten. Dieses sollte laut Mohamed Abu nicht mehr als 35 Prozent des Nettoeinkommens betragen.
Aktuelle Mietspiegel sollten in Betracht gezogen werden
Doch auch für alle, die nicht direkt ein Haus kaufen, sondern erst mal eine Bleibe mieten möchten, gibt es wichtige Hinweise. Laut „ImmoScout24“ stellen insbesondere sogenannte „Mietspiegel“ eine gute Möglichkeit dar, um die ortsüblichen Mietpreise für die jeweilige Lage herauszufinden – und sich so nicht abzocken zu lassen. Denn teilweise werden weit höhere Preise für Immobilen angesetzt, als sie für die jeweilige Gegend gerechtfertigt wären.
echo24.de berichtet immer wieder über die Entwicklung von Immobilienpreisen. Vor kurzem wurde ein Artikel über die Entwicklung von Mietpreisen in Heilbronn veröffentlicht. Laut des „WohnBarometers“ von „ImmoScout24“ kostete der Quadratmeter für eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern im vierten Quartal 2023 für Bestandswohnungen 10,24 Euro und für Neubauwohnungen 13,46 Euro. Laut eines Rankings ist Stuttgart übrigens die teuerste Stadt Baden-Württembergs in Sachen Haus- und Wohnungspreise.
Achtung, Abzocke! Fiese Maschen bei der Wohnungssuche
Neben den Preisen sollten Interessentinnen und Interessenten aber vor allem auch auf die Seriosität von Anzeigen im Internet achten. Denn wie echo24.de bereits berichtete, kommt es immer wieder zu Betrugsvorfällen bei der Wohnungssuche. Hinter den Anzeigen steckt also gar keine richtige Immobilie, sondern die böse Absicht von Betrügerinnen und Betrügern, an das schnelle Geld zu kommen.
Um sich hiervor zu schützen, sollte darauf geachtet werden, dass die Objekte dem Mietspiegel entsprechen – und es sich bei der Vermieterin oder dem Vermieter um keine Person im Ausland bzw. kein ausländisches Konto handelt. Ein persönliches Treffen sollte immer möglich sein. Auch in Vorkasse sollte niemals gegangen werden.
Kontakte sollten bei der Immobiliensuche genutzt und Kompromisse eingegangen werden
Die Website „Wohnglück.de“ empfiehlt zudem auf vorhandene Kontakte zurückzugreifen und vor allem auch in sozialen Netzwerken Ausschau nach Immobilien zu halten. Zudem sollten Immobiliensuchende auch Kompromisse eingehen können, zum Beispiel auch eine eher unbeliebtere Gegend in Betracht ziehen oder auf eine kleinere Quadratmeterzahl zurückgreifen.
Besonders hilfreich seien auch attraktive Anschreiben, da diese direkt das Interesse bei den Vermieterinnen und Vermietern wecken – sowie eine vollständige Selbstauskunft, aus der alle wesentlichen Informationen hervorgehen.
Letztlich braucht es aber vor allem auch eines: Einen langen Atem, denn die Immobiliensuche kann viele vor eine große und vor allem langwierige Herausforderung stellen. Mit den hier genannten Tipps klappt es aber hoffentlich umso schneller. Übrigens: Seit 2024 gibt es neue Pflichten für deutsche Haushalte, die (künftige) Besitzerinnen und Besitzer unbedingt beachten sollten.
Rubriklistenbild: © IMAGO / CHROMORANGE
