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Mit einem Trick früher in Rente: Zwei Jahre arbeiten, drei Jahre abkassieren
VonAnni Gebhardschließen
Mit jedem Jahr steigt das Renteneintrittsalter an. Viele fürchten, dass sie mit Ende 60 immer noch arbeiten müssen. Mit einem Trick ist die Rente schon früher möglich – und das ohne große Geldeinbußen.
„Irgendwann reicht es auch mal“ – nach über 40 Jahren Arbeit können manche ihre Rentenzeit kaum erwarten. Bei dem Blick auf die Liste, welcher Jahrgang wann in Rente gehen kann, vergeht einem schnell die Freude. Wer keine Lust hat, bis zum angedachten Renteneintrittsalter wie gewohnt zu arbeiten, der kann sich an einem Trick bedienen – denn der wohlverdiente Ruhestand ist schon früher möglich.
Steigendes Renteneintrittsalter lässt befürchten: Rente ab 63 gehört der Vergangenheit an
Eine abschlagsfreie „Rente ab 63“ ist heutzutage zum echten Luxus geworden. Für Arbeitnehmer, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, beginnt das Renteneintrittsalter frühestens ab 65. Wer trotzdem früher die Arbeit niederlegen will, der muss dafür meistens teuer bezahlen. Auch, nachdem 45 Jahre Arbeit erbracht sind und die Rente einem somit zusteht, müssen langjährige Versicherte derzeit Abschläge zahlen, wenn sie mit 63 Jahren in Rente gehen.
Wer andererseits sogar nach Erreichen des Renteneintrittalters noch Lust auf arbeiten hat, kann mit einem Trick Gehalt und Rente gleichzeitig kassieren oder die Rentensumme etwas aufhübschen.
Ein oder zwei Jahre früher in Rente? Vorsicht: Abschläge können auf Dauer teuer werden
Laut der Deutschen Rentenversicherung werden für jeden Monat, in dem Arbeitnehmer früher aus dem Berufsleben ausscheiden, 0,3 Prozent der regulären Rente abgezogen, bis das Maximum von 14,4 Prozent erreicht ist.
Wer also zum Beispiel ursprünglich mit 65 Jahren in den Ruhestand gegangen wäre, nun aber schon mit 63 Jahren die Rente antritt, der verliert im Zweifel 7,2 Prozent der Rente (24 x 0,3). Bei einer Rente von 1500 Euro wären das 108 Euro pro Monat, auf die der Versicherte verzichten muss. Über 15 Jahre gesehen wären das fast 20.000 Euro.
Mit diesem Trick früher in Rente gehen und dabei trotzdem Lohn erhalten
Viele Rentner steigen in ihren letzten Berufsjahren gerne auf Teilzeit um. Zwar können in einer Teilzeitbeschäftigung weniger Rentenpunkte gesammelt werden als in Vollzeit, trotzdem wird weiterhin in die Rentenkasse eingezahlt. Ein bestimmtes Modell könnte dabei laut dem Onlineportal „Finanztip.de“ besonders beliebt sein. Das Stichwort ist Blockarbeit.
Wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich einigen, ist es laut „mainpost.de“ beispielsweise möglich, weiterhin zwei Jahre in Vollzeit zu arbeiten und für das dritte Jahr entlohnt zu werden, ohne arbeiten zu gehen. Selbstverständlich gibt es dann für alle drei Jahre auch nur zwei Drittel des eigentlichen Bruttojahresgehaltes.
Wenn das allerdings trotzdem noch mehr ist, als die zu erwartende Rente, lohnt sich der Trick bereits. Wie hoch die Rente ausfällt, kann übrigens anhand einer Tabelle ganz einfach errechnet werden.
Rechenbeispiel für Rentner zeigt: Blockarbeits-Modell lohnt sich
Hier ein Rechenbeispiel: Zwei Drittel des Jahresbruttogehalts von 30.000 Euro sind 20.000 Euro. Nach dem Blockarbeit-Modell bleiben nach drei Jahren also 60.000 Euro – 20.000 Euro pro Jahr. Während des dritten Jahres der Blockarbeit werden weiter Rentenpunkte gesammelt, ohne eigentlich zu arbeiten. Der Vorteil: Durch die zusätzlichen Rentenpunkte erhöht sich die monatliche Rente.
Wer stattdessen die zwei Jahre normal arbeitet und im dritten Jahr in Rente geht, hat zwar auch 60.000 Euro Brutto verdient, muss allerdings Abschläge zahlen, weil das abschlagsfreie Renteneintrittsalter noch nicht erreicht wurde. Wer also einen guten Draht zu seinem Arbeitgeber hat, kann durchaus über das Blockarbeits-Modell nachdenken.
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