Verbraucher-Tipps
Wechselgeld stimmt nach Einkauf nicht? In diesem Fall können Kunden Probleme bekommen
VonMelissa Sperberschließen
Wenn nach dem Einkauf das Wechselgeld nicht stimmt, ist der Ärger oft groß. Doch was können Kunden tun, wenn sie diesen Fehler erst daheim bemerken?
Der Einkaufswagen ist voll gefüllt, die Schlange an der Kasse lang: Um möglichst wenig Zeit zu verlieren, werden die Produkte schnell auf das Kassenband gelegt und danach zügig bezahlt. Schließlich sollen auch die anderen Kunden nicht unnötig lange aufgehalten werden. Ein prüfender Blick auf den Kassenzettel? Fehlanzeige.
Vielen Kunden von Discountern und Supermärkten dürfte diese Situation beim wöchentlichen Einkauf bekannt vorkommen. Aber vor lauter Stress an der Kasse nicht auf den Einkaufszettel zu schauen, ist ein Fehler. Denn dann kann es passieren, dass erst daheim bemerkt wird, wenn das Wechselgeld nicht stimmt.
Wechselgeld stimmt nach dem Einkauf nicht: Kunden haben bestimmte Rechte
Doch welche Rechte haben Kunden, wenn sie nach ihrem Einkauf im Supermarkt bemerken, dass das Wechselgeld nicht stimmt? Klar ist, dass Kassiererinnen und Kassierern dieser Fehler natürlich nicht absichtlich passiert. Denn die Anforderungen an Angestellte sind teils extrem.
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So soll das Kassen-Personal bei Aldi Nord und Süd im Schnitt 55 Produkte in der Minute scannen und rund 90 Kunden pro Stunde bedienen. Nur wenig „langsamer“ geht es beim Discounter-Riesen Lidl zu. Hier sollen an der Kasse knapp 70 Kunden pro Stunde bedient werden – als Richtwert dienen 15 Sekunden pro Kunde.
Fehler an der Kasse: Was tun, wenn das Wechselgeld nach dem Einkauf nicht stimmt?
Falls das Wechselgeld nach dem Einkauf jedoch nicht stimmt, ist es am einfachsten, das noch direkt an der Kasse anzusprechen. So kann mithilfe des Kassenzettels und des Restgeldes schnell überprüft werden, um welche Differenz es sich handelt. Wer erst daheim bemerkt, dass das Geld nicht stimmt, hat es dagegen etwas schwieriger.
Wie die „Verbraucherzentrale“ erklärt, haben Kunden ein Recht auf ihr restliches Geld – auch, wenn sie die fehlende Differenz erst nach dem Einkauf bemerken. Das Problem: Es könnte komplizierter werden, den Fall zu beweisen. Im Zweifel sollte deshalb um einen Kassensturz gebeten werden. So kann beim Supermarkt oder Discounter einfach festgestellt werden, ob sich zu viel Geld in der Kasse befindet.
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