Von Migräne bis Schlafstörungen
Über 30 Grad im April: So gefährlich sind die Wetter-Extreme für Gesundheit
VonMelissa Sperberschließen
Während sich die einen über sommerliche Temperaturen im April freuen, leiden andere unter gesundheitlichen Problemen. Denn solche Wetter-Extreme können zu mehr als einem Sonnenbrand führen.
Am vergangenen Wochenende erlebte Baden-Württemberg die ersten Sommertage des Jahres – und das Anfang April! Mit über 30 Grad wurde am Samstag auch ein neuer Wetterrekord aufgestellt. Doch während viele Menschen Sonne und Wärme genossen, bringen solche Extreme für die Gesundheit nicht nur positive, sondern auch negative Folgen mit sich.
Sommerwetter im April – Expertin warnt vor Sonnenbrand-Gefahr
„Die Menschen werden aktiver und gehen mehr ins Freie. Das hebt die Stimmung und verbreitet gute Laune“, erklärt Medizin-Meteorologin Kathrin Graw vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die Sonnenstrahlen sorgten zudem dafür, dass der Körper nach den dunklen Wintermonaten wieder Vitamin D bilden könne.
„Aufpassen sollte man aber trotzdem, dass man sich nicht den ersten Sonnenbrand des Jahres holt“, warnte die Expertin. Positiv sei auch der durch das Sonnenlicht bewirkte Anstieg des Hormons Serotonin im Gehirn.
Von Migräne bis Schlafstörungen: Extrem-Wetter kann zu gesundheitlichen Problemen führen
Auf der Negativseite kann der Wetterwechsel nach Angaben der Medizin-Meteorologin auch zu Kopfschmerzen, Migräne, Müdigkeit, Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, Kreislaufproblemen und schlechter Konzentration führen. Auch viele Allergiker werden sich wohl nicht über das Sommerwetter freuen. Denn aktuell ist immer wieder mit einer starken Pollenbelastung zu rechnen.
Älteren machten Wetterwechsel im Allgemeinen weniger zu schaffen als Jüngeren, Frauen reagierten häufig empfindlicher als Männer, erklärte sie. Auch chronisch Erkrankte könnten negativ auf Wetterschwankungen reagieren. Generell könnten Menschen hohe Temperaturen so früh im Jahr weniger gut vertragen als am Ende des Sommers, wenn sie sich an die Wärme gewöhnt hätten, erklärte die Expertin.
Gesunde Ernährung und Sport: Das hilft gegen Wetterfühligkeit
Wer generell gut auf sich achte, ausreichend schlafe, sich gesund ernähre und sportlich aktiv sei, komme besser mit Wetterfühligkeit zurecht, sagte die Medizin-Meteorologin. Auch Wechselduschen oder Saunabesuche könnten sich positiv auf die körperliche Anpassungsfähigkeit auswirken.
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