Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
„Das ist erst der Anfang“ – Hitze-Höhepunkt am Wochenende –nächste Saharaluft bringt Extremwetter
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Experten warnen vor extrem warmen Wetter mit bis zu 37 Grad. Der Sommer 2025 könnte ein echter Hitzesommer werden. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – „Das ist erst der Anfang“, warnt Meteorologe Johannes Graf vom Wetterdienst wetter.net angesichts der aktuellen Wetterlage. Deutschland steht laut Experten vor einer intensiven Hitzewelle, die besonders den Westen und Süden in den kommenden Tagen voll treffen wird.
Schon ab Mittwoch (11. Juni) steigen die Temperaturen deutlich an – Spitzenwerte von über 30 Grad sind ab Freitag zu erwarten. Lokal könnten laut Graf sogar bis zu 35 Grad erreicht werden. Gleichzeitig steigt die Unwettergefahr deutlich: Hitzegewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen drohen. Auch wenn es zwischenzeitlich abkühlt, ist laut aktuellen Wettermodellen kein nachhaltiger Temperatursturz in Sicht. Der Sommer 2025 scheint sich nun dauerhaft zu etablieren – mit deutlich überdurchschnittlichen Temperaturen und hoher Schwüle.
Bis zu 37 Grad nach Fronleichnam – nächste Hitzespitze rollt an
Die nächste Wettereskalation kündigt sich schon an: Nach Fronleichnam (19. Juni), das in einigen Bundesländern am Donnerstag ein Feiertag ist, könnte die Hitze sogar noch extremer ausfallen. Das renommierte ECMWF-Modell sieht eine massive Aufwölbung heißer Nordafrika-Luftmassen, die direkt nach Mitteleuropa vordringen.
Laut Prognosen sind dann bis zu 37 Grad in Teilen Deutschlands möglich. Besonders betroffen dürften Regionen in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern sein. Dazu bleibt es extrem schwül – was die Belastung für Kreislauf und Gesundheit weiter erhöht. Die Wetterlage bleibt dabei labil: mit einzelnen Unwettern, aber weiterhin sehr hohen Temperaturen, die sich nach dem Wochenende erneut Richtung 30 Grad und mehr entwickeln könnten.
Start in den Hitzesommer 2025? Wetterlage bleibt spannend
Die Anzeichen mehren sich: Der Hitzesommer 2025 könnte Realität werden. Eine markante Abkühlung – wie sie typischerweise im Juni in Form der Schafskälte auftritt – ist derzeit nicht in Sicht. Stattdessen zeigen Langfristmodelle eine wiederholte Zufuhr sehr warmer bis heißer Luftmassen aus dem Süden. Auch die Nächte werden zunehmend tropisch, was zu einer dauerhaften Belastung führen kann – vor allem in Städten.
Die kommenden Wochen versprechen Spannung: Bleibt der Sommer stabil heiß? Kommt es zu weiteren Temperaturrekorden? Antworten gibt es wohl erst nach und nach. Doch schon jetzt steht fest: Der Sommer ist da – und er bleibt vorerst. Auch auf eine Unwetter-Serie droht Deutschland in den kommenden Tagen.
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