Deutschland kämpft mit Fachkräftemangel

Homeoffice und flexible Arbeitszeiten: So lockt die Schwarz Gruppe Fachkräfte

  • Julia Cuprakowa
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Deutsche Unternehmen kämpfen mit dem Fachkräftemangel. Um auf dem Arbeitsmarkt attraktiver zu erscheinen, setzt die Schwarz Gruppe auf flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice.

Fast die Hälfte aller Fachkräftestellen in deutschen Unternehmen blieb im ersten Halbjahr 2022 unbesetzt. Das geht aus einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Quote hat sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt.

Besonders betroffen sind das Baugewerbe und die Gastronomie, wie „tagesschau.de“ berichtet. Aber auch der Lebensmitteleinzelhandel leidet unter dem Fachkräftemangel. Dazu zählt auch die Schwarz Gruppe, zu der die Lebensmittelhändler Kaufland und Lidl gehören. Um auf dem Arbeitsmarkt attraktiver zu erscheinen, setzt die Schwarz Gruppe deshalb auf flexible Arbeitszeitmodelle.

Schwarz Gruppe wirbt um Mitarbeiter mit flexiblen Arbeitszeitmodellen

Die Schwarz Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehört zu den beliebtesten Arbeitgebern in Baden-Württemberg. Wie echo24.de berichtet, schaffte es Lidl im Jahr 2022 sogar in die Top Ten des LinkedIn-Rankings. Trotzdem fehlt es dem Unternehmen wie vielen anderen in Deutschland an Fachkräften. Dem will die Schwarz Gruppe nun mit flexiblen Arbeitszeitmodellen entgegenwirken, die sich an unterschiedliche Lebensmodelle und Bedürfnisse anpassen.

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Homeoffice und Kinderbetreuung

So ist laut „swr.de“ Arbeiten in Teilzeit möglich, auch für Führungskräfte. Außerdem können Beschäftigte je nach Bedarf und Tätigkeit komplett von zu Hause aus arbeiten. Im Gegensatz dazu will zum Beispiel Audi seine Führungskräfte wieder zurück ins Büro holen.

Darüber hinaus können Mitarbeiter mit Kindern die betriebseigene Kindertagesstätte nutzen. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Außerdem sollen Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden, um Zeit zu sparen. Nach fünf Jahren Betriebszugehörigkeit ist ein Sabbatical von bis zu drei Monaten möglich.

Schwarz Gruppe will Quereinsteigern den Einstieg erleichtern

Neben der Gastronomie und dem Baugewerbe fehlen in Deutschland vor allem spezialisierte Fachkräfte, zum Beispiel für die IT-Branche. Die Unternehmen konkurrieren also um potenzielle Bewerber. Um auch hier die Nase vorn zu haben, will die Schwarz Gruppe ihre Recruiting-Strategie, also die Gewinnung von Mitarbeitern, neu denken.

Darüber hinaus legen die Unternehmen der Schwarz Gruppe einen Schwerpunkt auf die Aus- und Weiterbildung der bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Maßnahmen tragen zu einer stärkeren Mitarbeiterbindung bei. Auch Quereinsteigern kann der Einstieg erleichtert werden. Außerdem soll der Fachkräftemangel auch durch die Digitalisierung bestimmter Prozesse gemildert werden.

Rubriklistenbild: © Herrmann Agenturfotografie/Imago / Lidl / Kaufland / Collage: echo24.de

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