Neuerungen für Autofahrer
Bußgeldkatalog 2024: So teuer werden die häufigsten Verkehrsdelikte
VonLisa Kleinschließen
Wer sich nicht an die geltenden Verkehrsregeln hält, riskiert teils hohe Strafen: Bußgelder, Punkte in Flensburg, Führerscheinentzug und sogar Haftstrafen drohen. Das sieht der Bußgeld-Katalog 2024 vor.
Das neue Jahr wird kostspielig – 2024 kommen einige Änderungen auf Autofahrer zu. Die Preise an der Tankstelle steigen, der Umweltbonus für E-Autos ist vorzeitig weggefallen und auch in Sachen Bußgeld gibt es eine Änderung ab 2024, die für Autofahrer richtig teuer werden kann. Wer außerdem auf Deutschlands Straßen zu schnell unterwegs ist, sich nicht an geltende Verkehrsregeln hält und andere gefährdet, riskiert Bußgelder.
Bußgeld-Katalog für 2024: Welche Strafen drohen für Verstöße im Straßenverkehr?
Zu schnell gefahren, Handy am Steuer, Vorfahrt genommen, rote Ampel missachtet, falsch geparkt, gehalten oder überholt, zu geringer Sicherheitsabstand und „TÜV“ überzogen – das sind mit die häufigsten Verstöße im Straßenverkehr.
Wie hoch die Strafen bei unterschiedlichen Vergehen laut Bußgeldkatalog im Jahr 2024 sind, ist bei „bussgeldkatalog.org“ zu finden. echo24.de fasst zusammen, welche Strafen für die gängigsten Verkehrsverstöße im neuen Jahr drohen.
Verstöße im Straßenverkehr: So viel Bußgeld droht 2024 in Deutschland:
- Fehlendes Kennzeichen: 60 Euro / abgedecktes Kennzeichen: 65 Euro
- Einfahrt in eine Umweltzone ohne Umweltplakette: 100 Euro
- Verstoß gegen Fahrtenbuchauflage: 100 Euro
- Zu langsam fahren, ohne triftigen Grund: 20 Euro
Bußgeld-Katalog 2024: Bei diesen Vergehen drohen ein Punkt in Flensburg und Bußgelder:
- Handy am Steuer: 100 Euro
- Rote Ampel überfahren: 90 Euro
- Frist der Hauptuntersuchung, „TÜV“ mehr als acht Monate überzogen: 60 Euro
- Verstoß gegen die Winterreifenpflicht: 60 Euro
- Kinder im Fahrzeug nicht ausreichend gesichert: Bis zu 70 Euro
- Einfacher Vorfahrverstoß: 70 Euro
- Fahren ohne Zulassung: 70 Euro
- Fahren ohne Begleitung mit 17 Jahren: 70 Euro
- Ladung nicht richtig gesichert: 60 Euro
- Gefährdung von Fußgängern: 60 Euro
- Anweisungen von Polizeibeamten nicht befolgt: 70 Euro
Wer sich mit Alkohol hinters Steuer setzt, muss gleich mit mehreren Punkten und hohen Strafen rechnen: Mit über 0,5 Promille im Blut drohen je nach Vergehen bis zu 1500 Euro Strafe, bis zu drei Punkte und neben der Entziehung des Führerscheins im Extremfall sogar eine Gefängnisstrafe.
Zu schnell unterwegs: Bei diesen Geschwindigkeiten droht Autofahrern ein Fahrverbot
Wer zu schnell fährt und geblitzt wird, muss je nach Geschwindigkeit tief in die Tasche greifen. Wer zu sehr aufs Gas gedrückt hat, riskiert auch ein Fahrverbot. Bei Überschreitung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit drohen innerorts bis 10 km/h zu viel 30 Euro Bußgeld, außerorts 20 Euro Strafe.
Die Bußgelder sind gestaffelt – bei mehr als 70 km/h zu viel drohen innerorts bis zu 800 Euro Strafe, außerorts bis zu 700 Euro. Eine ausführliche Liste der Bußgelder fürs Schnellfahren gibt es bei „bußgeldkatalog.org“. Außerdem riskieren Autofahrer ein Fahrverbot:
- Ein Monat Fahrverbot ab 31 km/h zu schnell innerhalb geschlossener Ortschaften/ ab 41 km/h außerhalb, zuzüglich Bußgeld und Punkte in Flensburg.
- Zwei Monate Fahrverbot ab 52 km/h zu viel innerhalb geschlossener Ortschaften/ ab 70 km/h außerhalb, zuzüglich Bußgeld und Punkte in Flensburg.
- Drei Monate Fahrverbot ab 61 km/h zu viel innerhalb und über 70 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften, zuzüglich Bußgeld und Punkte in Flensburg.
Übrigens: Wer Punkte in Flensburg schneller abbauen will, kann das mit einem einfachen Trick – ohne Warten. Während Bußgelder zwar auch schon weh tun, können Punkte in Flensburg richtig böse enden: Bei einer bestimmten Punkteanzahl in Flensburg wird der Führerschein entzogen.
Änderungen für Autofahrer: Was 2024 neu ist
Im neuen Jahr gibt es für Autofahrer ein paar neue Regeln. Ab 2024 darf nur noch mit bestimmten Winterreifen gefahren werden – wer bei winterlichen Straßenverhältnissen ab dem 30. September 2024 mit Reifen ohne Alpine-Symbol unterwegs ist, muss bis zu 120 Euro zahlen. In Fahrzeugen wird außerdem ab Sommer 2024 eine Blackbox Pflicht.
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