So warm wird es
100-jähriger Kalender verspricht „sommerliches Wetter“ Ende November – was ist dran?
VonLisa Kleinschließen
Nach dem Wintereinbruch in Deutschland steht ein Wetterwechsel bevor. Der 100-jährige Kalender prognostiziert sogar „sommerliches Wetter“ – was sagen die Berechnungen der Wettermodelle?
Der Winter ist da: Schnee, Frost und Kälte haben Deutschland getroffen. Doch tatsächlich kündigt sich ein Wetterwechsel an und der Winter macht noch mal eine Pause. Während die Temperaturen in den vergangenen Nächten regional teils weit unter dem Gefrierpunkt lagen, soll es ab Sonntag (24. November) wieder deutlich wärmer werden.
Laut dem 100-jährigen Wetter-Kalender sollen die Temperaturen regional sogar enorm steigen: „Sommerliches und warmes Wetter folgt zum Ende des Monats wieder“, prognostiziert der Bauernkalender bis zum 30. November. Doch was ist wirklich dran an der Wettervorhersage?
Bilder zeigen Schnee-Landschaft in Baden-Württemberg und der Region Heilbronn




100-jähriger Kalender mit Prognose: „Sommerliches und warmes Wetter“ Ende November
Mit einem Punkt hat der hundertjährige Kalender schon mal recht: „Warmes Wetter folgt zum Ende des Monats wieder“. Denn das berechnen auch die Wettermodelle. Der „Winter wird weggekickt“. Ein regelrechter Temperatursprung kündigt sich an.
Bis zu 18 Grad werden am Sonntag in Baden-Württemberg erwartet. Am Montag soll es dann sogar noch wärmer werden: Die Temperaturen schießen auf bis zu 19 Grad hoch! Allerdings: Laut Definition ist das kein „sommerliches“ Wetter. Bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad sprechen Experten lediglich von „frühlingshaft“.
100-jährige Kalender
Der hundertjährige Kalender wird auch Bauernkalender oder Wetterkalender genannt. Er wurde im 17. Jahrhundert von einem Abt, Mauritius Knauer, verfasst und liefert Wettervorhersagen. Der Kalender enthält auch einige Bauernregeln, die Hinweise auf die Wetterentwicklung geben können. Der hundertjährige Kalender basiert auf den Erfahrungen und Beobachtungen.
Das warme Wetter ist zudem nicht von Dauer: Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt, werden ab Dienstag und Mittwoch nur noch bis zu 12 Grad erwartet, Donnerstag liegen die erwarteten Höchstwerte in Deutschland sogar nur noch bei neun Grad, Freitag bei acht. Bedeutet: Die Temperaturen sinken wieder. Also: Kein „sommerliches Wetter“ Ende November – „nur“ warmes.
Ab Dezember soll der Winter laut 100-jährigen Wetter-Kalender dann so richtig loslegen. echo24.de berichtet darüber, wie weiß die Adventszeit laut den Vorhersagen des Bauernkalenders werden soll.
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