Blackbox und Co.

Neue Regelung für Autofahrer: Diese Assistenzsysteme sind ab Juli Pflicht

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Im Juli 2024 steht für Autofahrer eine Neuerung im Straßenverkehr an: Assistenzsysteme im Auto werden Pflicht, sonst wird das Fahrzeug nicht zugelassen.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, der weiß: Vorschriften und Regeln rund um die Straßenverkehrsordnung unterliegen ständigen Änderungen. Seit Herbst 2023 müssen Autofahrer auf eine Neuerung bei der Kfz-Anmeldung achten. Autos, die ab Juli 2024 neu zugelassen werden, müssen sogar mit einigen wichtigen Assistenzsystemen ausgestattet sein.

Die Systeme sollen für mehr Sicherheit sorgen, wie „Auto Zeitung“ schreibt. Unter anderem werden Blackbox, Tempomat, Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner sowie Notbremsassistent zur Pflicht im Auto. Doch ab 2024 kommen auch noch weitere Änderungen auf Autofahrer zu, wie echo24.de berichtet.

Neue Regel für Autofahrer: Assistenzsysteme wie Blackbox und Co. werden ab 2024 Pflicht

Wer einen Neuwagen kauft, hat ab 2024 eine ganze Reihe von Assistenzsystemen verpflichtend an Bord, denn eine neue EU-Verordnung schreibt bestimmte Fahrerassistenzsysteme für Neuwagen vor. Für komplett neu entwickelte Fahrzeuge gilt diese Pflicht sogar schon seit dem 6. Juli 2022. Aber auch alle anderen Neuzulassungen müssen europaweit ab 2024 mit den folgenden Systemen ausgestattet sein:

  • Blackbox
  • Geschwindigkeitsassistent
  • Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner
  • Notfall-Spurhalteassistent
  • Notbremslicht
  • Rückfahrassistent
  • Vorrichtung zum Einbau einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre

Damit soll die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden. Wie „Auto Zeitung" schreibt, sind laut einer EU-Statistik bis zu 95 Prozent aller Verkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen. Die EU-Kommission geht davon aus, dass durch die verpflichtende Einführung von Fahrerassistenzsystemen auf Europas Straßen bis 2038 rund 25.000 Menschenleben gerettet und mindestens 140.000 schwere Verletzungen vermieden werden könnten.

Blackbox im Auto – System für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Die Blackbox im Auto ist auf dem Vormarsch, und viele moderne Fahrzeuge sind bereits damit ausgestattet. Ab dem 7. Juli 2024 wird sie jedoch zur Pflicht für alle neu zugelassenen Fahrzeuge in der EU (gemäß der Verordnung 2019/2144), wie „ADAC“ schreibt. echo24.de erklärt, wie leicht sich die Blackbox im Auto nachrüsten lässt.

Die Blackbox speichert Daten bei der Fahrt und ist vergleichbar mit einer Blackbox im Flugzeug. Im Falle eines Unfalls kann die Blackbox unter Umständen hilfreiche Informationen liefern.

Neuerung: Geschwindigkeitsassistent ab 2024 im Auto Pflicht

Der „Intelligent Speed Assistent“ (ISA) zeigt eine erkannte Geschwindigkeitsbegrenzung an und warnt optisch und akustisch, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wird oder regelt das Fahrzeug sogar automatisch auf die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit herunter. Ziel des Geschwindigkeitsassistenten ist es, Autofahrer zur Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen zu motivieren, wie „Springer Professional“ schreibt. Ob das klappt? Schließlich fahren Autofahrer gerne mal schneller als erlaubt und achten lieber auf die Blitzer-Toleranzgrenze.

Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner und Notbremsassistent gehören ab 2024 ins Auto

Warnsysteme, die den Fahrer bei Müdigkeit und nachlassender Aufmerksamkeit warnen, sind ab 2024 vorgeschrieben. Die Systeme überwachen den körperlichen Zustand indirekt – zum Beispiel durch eine Systemanalyse und die Erkennung von Fahr – oder Lenkmustern, die auf Müdigkeit- und Aufmerksamkeitsdefizite hindeuten.

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Der Notbremsassistent bremst das Fahrzeug in Gefahrensituationen selbstständig ab oder unterstützt den Fahrer bei einer Notbremsung. Ab dem 6. Juli 2022 sind Notbremsassistenten nach UN-R 152 für die Typgenehmigung und ab Juli 2024 für die Neuzulassung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen vorgeschrieben, wie der „ADAC“ schreibt.

Notfall-Spurhalteassisten, Notbremslicht und Rückfahrassistenz – für mehr Sicherheit im Auto

Der Spurhalteassistent ist ein Fahrerassistenzsystem, das nur bei unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur warnen und die Fahrtrichtung korrigieren soll. Das Notbremslicht, auch adaptives Bremslicht genannt, signalisiert anderen Verkehrsteilnehmern einen abrupten Bremsvorgang. Der Rückfahrassistent, ein System zur Unterstützung beim Rückwärtsfahren, soll helfen, ungeschützte Verkehrsteilnehmer hinter dem Fahrzeug zu erkennen.

Vorrichtung zum Einbau einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre im Auto

Ab 2024 ist auch die Einrichtung einer standardisierten Schnittstelle vorgeschrieben, an die ein in der Verordnung nicht näher spezifiziertes Atemalkoholmessgerät angeschlossen werden kann, wie „Auto Zeitung“ schreibt. Auch dieses Messgerät soll zur Sicherheit beitragen – der Fahrer und der anderen Verkehrsteilnehmer. Doch in Maßen ist Bier am Steuer sogar erlaubt, Autofahrern droht Bußgeld, nur bei Überschreiten der Promillegrenze.

Rubriklistenbild: © Collage echo24.de, Fotos: IMAGO / Silas Stein und IMAGO / Pond5Images

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