Gefahrenindex vom DWD

Alarmstufe Rot: Waldbrandgefahr steigt – Deutschlandkarte färbt sich dunkler

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Die Sonne scheint, die Temperaturen sind sommerlich, es ist trocken. Doch das Wetter hat auch einen negativen Effekt: Die Waldbrandgefahr in Deutschland steigt zunehmend. Regional gilt die Gefahrenstufe Rot.

Bereits der Frühling zeigt sich 2025 von einer eher sommerlichen Seite – regelmäßig klettern schon seit April die Temperaturen auf über 25 Grad. Eigentlich stehen Mitte Mai die Eisheiligen an, doch in diesem Jahr könnte eher die Rede von „Heißheiligen“ sein. Denn: Statt Frühlingsfrost gibt es Sommertage. Auch zum Muttertag kann sich über viel Sonne und blauen Himmel gefreut werden. Doch das Wetter hat auch eine Kehrseite: Es fehlt an Niederschlag – und das bereits seit Monaten.

Die Trockenheit setzt der Natur zu. In Deutschland ist die Waldbrandgefahr aktuell wieder am Steigen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht täglich eine Karte mit dem Waldbrand-Gefahrenindex für heute und die nächsten vier Tage – und diese Deutschlandkarte färbt sich immer dunkler. Auch die ersten Prognosen für den Sommer deuten auf eine besonders heiße und trockene Jahreszeit hin.

Alarmstufe Rot: Waldbrandgefahr steigt – Deutschlandkarte färbt sich immer dunkler

Ein Hochdruck beeinflusst derzeit das Wetter in Deutschland und sorgt regional für sommerliche Temperaturen. Höchstwerte von bis zu 26 Grad werden am Sonntag erwartet. Am Montag sind es laut DWD-Prognose bis zu 25 Grad, am Dienstag und Mittwoch bis zu 24 Grad. Es soll weitestgehend trocken bleiben in Deutschland, nur im Osten und Südosten kündige sich örtlich etwas Regen.

Die Trockenheit hält demnach weiterhin an und spitzt sich weiter zu. Am Sonntag ist die DWD-Gefahrenkarte überwiegend in gelb und orange getaucht, was eine geringe und mittlere Waldbrandgefahr bedeutet. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern, in Bolzenburg, zeigt der DWD die Gefahrenstufe vier an – die Alarmstufe Rot bedeutet eine hohe Waldbrandgefahr.

Deutschlandkarte färbt sich immer dunkler: Wo ist die Waldbrandgefahr am höchsten?

Am Montag (12. Mai) sieht es dann schon anders aus. In deutlich mehr Region steigt die Waldbrandgefahr von gering auf mittel, in einigen weiteren von mittel auf hoch. In insgesamt zehn Regionen gilt die Alarmstufe rot – überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Brandenburg.

Die Lage spitzt sich bis Donnerstag weiter zu. Die DWD-Karte färbt sich immer dunkler, am Dienstag gilt bereits in 13 Regionen eine hohe Waldbrandgefahr, Sachsen-Anhalt ist dazugekommen. Am Mittwoch gilt die Stufe vier in 16 Regionen, betroffen sind nun auch Baden-Württemberg, Hessen und Berlin. 15 Regionen sind es am Donnerstag.

Die fünfte Stufe des Indexes wird in den bevorstehenden Tagen nicht erreicht. Eine dunkelrote Färbung würde eine „sehr hohe Waldbrandgefahr“ bedeuten. Dennoch sollte bereits die hohe Waldbrandgefahr ernst genommen werden.

Erhöhte Waldbrandgefahr in Deutschland: Bürger müssen bestimmte Regeln beachten

Die Feuerwehr Heilbronn hat bereits Anfang April zur Vorsicht aufgrund der erhöhten Waldbrandgefahr gemahnt, wie die Heilbronner Stimme berichtete. Im Falle einer erhöhten Waldbrandgefahr können Kommunen bestimmte Maßnahmen ergreifen – wie etwa das Sperren von öffentlichen Grillplätzen.

echo24.de erklärt, welche Regeln bei Waldbrandgefahr gelten. Die Trockenheit sorgt allerdings nicht nur für eine erhöhte Waldbrandgefahr. Auch die Tierwelt hat mit dem Wassermangel zu kämpfen: Eichhörnchen fallen aufgrund der Trockenheit vom Baum.

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