Laut Wettermodell

Dürresommer 2025? Wettermodelle geben erste düstere Prognose

  • Adrian Kilb
    VonAdrian Kilb
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Laut Wettermodell kündigt sich ein hitziger Sommer 2025 an. Das ist ein Problem, weil die Trockenheit im Frühjahr die Gefahr auf spätere Hitzeperioden verstärkt.

Frühsommerliche Temperaturen bis zu 29 Grad werden bereits am ersten Mai in Deutschland erwartet. Trockene Luftmaßen bescheren den Menschen traumhaftes Wetter und beste Ausflugsbedingungen. Während die warmen Werte im Frühjahr noch viel Freude bereiten, könnten sie im Hochsommer zum ernsthaften Problem werden, falls sie sich weiter nach oben entwickeln.

Wenn Hitze auf trockenen Boden trifft: Hitzewellen 2025 werden wahrscheinlicher

Ende April war vor allem im Norden und Süden der Bundesrepublik der Boden deutlich zu trocken. Auch im Westen und in der Mitte des Landes ziehen sich die Feuchtgebiete allmählich zurück, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. Schuld daran ist unter anderem ein kräftiges Hochdruckgebiet, das sich in der ersten Maihälfte hierzulande breit macht.

Durch das sonnige „Strahlungswetter“ mit immensen Verdunstungsraten trocknet die Erde weiter aus, erklärt der DWD. Der ausgedörrte Boden könnte spätere Hitzewellen im Hochsommer zusätzlich begünstigen.

Deutlich zu trockener Sommer 2025: Gefährlicher Trend droht sich fortzusetzen

Nach bisherigen Prognosen des US-amerikanischen CFS-Klimamodells sollte es eigentlich ein relativ ausgeglichener Sommer werden. Doch das Wettermodell, das mittels umfangreicher Daten langfristige Vorhersagen über mehrere Monate in der Zukunft erstellt, musste seine Werte jetzt drastisch nach oben korrigieren. Nach aktueller Einschätzung werden die drei Sommermonate Juni, Juli und August bis zu zwei Grad wärmer als im Mittel der Referenzperiode 1991 bis 2020. „Das wäre damit einer der zehn wärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net.

Es drohen längere Hitzewellen und deutlich zu trockene Sommermonate. Damit würde sich ein gefährlicher Trend im Jahr 2025 fortsetzen. Auch der Februar, der März und der April waren größtenteils von extremer Trockenheit und ausbleibendem Niederschlag geprägt. Die Auswirkungen zeigten sich zum Beispiel Anfang April mit erhöhter Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg. Im Mai zeichnet sich ein ähnlich düsteres Bild ab.

Umweltbundesamt warn: Welche Folgen trockenes Frühjahr für Landwirte hat

Unter der Trockenheit leiden dieses Jahr vor allem die Pflanzen durch vermindertes Wachstum. Normalerweise können sie während einer Trockenperiode noch aus dem Wasserspeicher im Boden zehren. Der Wasserbedarf kann damit trotz zu wenig Niederschlag gedeckt werden. Wenn jedoch auch der Wasserspeicher wegen trockener Vormonate nicht mehr viel hergibt, führt bereits kurzzeitig ausbleibender Regen zu empfindlichen Ertragsverlusten für Landwirte, informiert das Umweltbundesamt. 

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