Wetterwechsel steht bevor
Februar-Sturm fegt über Baden-Württemberg: Bis zu 80 km/h – hier wird’s heftig
VonMichaela Ebertschließen
Zum Februarstart lebt die Westwetterlage auf und bringt ordentlich Wind nach Deutschland und Baden-Württemberg. Ein Wetter-Experte rechnet mit Sturmböen im Südwesten.
Da braut sich was zusammen. Während der Wochenstart zunächst frühlingshaft mild bleibt, „kommt ab dem Wochenende wieder ein bisschen mehr Schwung in die Wetterküche“, wie Wetter-Experte Dominik Jung von „wetter.net“ berichtet. Grund dafür ist die Westwetterlage, die mit dem Monatswechsel noch einmal ordentlich auffrischt.
In den vergangenen Tagen zeigte sich der Winter eher von seiner milderen Seite. „Von Eiszeit ist weit und breit nichts zu sehen und auch weit und breit nichts zu spüren“, findet auch der Meteorologe Jung. Grund dafür ist „ein Hoch über unseren Köpfen“, das für frühlingshafte Wetterverhältnisse sorgt. Knapp 20 Grad Celsius bei strahlendem Sonnenschein wurden stellenweise am Wochenende in Baden-Württemberg gemessen.
Frost-Alarm in Süddeutschland – trotz „Mildwinter“
Doch wie das mit einem Hoch im Januar eben so ist, bringt dieses meist besonders klare Luft mit sich – und gerade nachts können die Temperaturen dann rapide unter die Null-Grad-Marke fallen. Im Landkreis Heilbronn wurden beispielsweise in der Nacht auf Montag um die minus sechs Grad gemessen, auf der Zugspitze waren es knapp minus zehn.
Generell spricht Jung jedoch von einem viel zu milden Winter – „oder kurz gesagt ein ‚Mildwinter‘“. Wenn man sich die bisherige Durchschnittstemperatur des Januars anschaut, liegt diese bereits 1,2 Grad über dem neuen Klimamittel, welches die Jahre 1991 bis 2020 umfasst.
Wetterwechsel steht bevor – Sturmböen und viel Regen am Wochenende möglich
Und auch der Februar scheint auf den ersten Blick nicht sonderlich winterlich zu werden. Zum Monatswechsel und somit zum Wochenende hin lebt die Westwetterlage noch einmal ordentlich auf. Es wird dann vor allem nass – und stürmisch. Bis zum Montag hin kann der stramme Wind demnach eine Menge an Regen bringen. Unter anderem sind auch Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h möglich. Meteorologen sprechen dann bereits von Sturmböen.
Besonders in den Schwarzwaldgipfeln kann es dann ungemütlich werden. Hier muss laut dem „Deutschen Wetterdienst“ bereits ab Donnerstag mit schweren Böen aus Südwestrichtung gerechnet werden. Im restlichen Bundesland gehen die Meteorologen von starken Böen aus.
Doch die ein oder andere Wettervorhersage geht auch in eine völlig kontroverse Richtung: Je nachdem wie sich der Polarwirbel verhält, könnte es in Deutschland im Februar auch zu einem „Arctic Outbreak“ kommen – dann würde der Winter ein heftiges Comeback feiern.
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