Eisige Minusgrade und Schneemassen?

„Arctic Outbreak“ droht: Winterwetter im Februar „schlägt zurück“

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Eisige und milde Temperaturen wechseln sich aktuell ab. Bis Ende Januar soll es wieder wärmer werden – und dann? Im Februar droht ein „Arctic Outbreak“, der alles entscheidende Polarwirbel ist instabil.

Das Wetter im Januar ist eine regelrechte Achterbahnfahrt. Eisige Minusgrade und milde Temperaturen wechseln sich ab, teilweise gibt es innerhalb weniger Tage Temperaturunterschiede von über 25 Grad in Baden-Württemberg. Ein Wetter-Experte erklärt gegenüber echo24.de, wieso es derzeit so extreme Temperaturschwankungen gibt. Und was kommt im Februar auf uns zu?

Januar endet mild: Polarwirbel ist instabil – „Arctic Outbreak“ droht im Februar

Nach Frost, extremer Glätte-Gefahr und Schnee-Chaos Mitte Januar steigen die Temperaturen in Baden-Württemberg wieder an. Am Wochenende (20. und 21. Januar) ist es nachts noch mal richtig eisig mit bis zu minus fünfzehn Grad. Doch schon am Montag (22. Januar) werden laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Tageshöchstwerte von bis zu zwölf Grad erwartet.

Ein Blick auf den 14-Tage-Trend zeigt: Bis zum Monatswechsel bleibt es dann weitestgehend mild. Niederschlag ist zwar angekündigt, der kommt allerdings nicht als Schnee, sondern als Regen herunter. Doch im Februar könnte die Wetterlage noch mal eine komplette Kehrtwende machen. Wie echo24.de berichtet, ist der Polarwirbel instabil – und ein „Arctic Outbreak“ droht.

„Arctic Outbreak“ droht in Deutschland: Winter „schlägt im Februar wieder zurück“

Je schwächer der Polarwirbel, desto mehr eisige Luft kann entweichen und in andere Regionen strömen. Aktuell ist das in Kanada und den USA der Fall – wie „wetter.de“ berichtet, herrschen dort Temperaturen weit unter minus 20 Grad. Die Winde treiben die arktische Kälte derzeit also genau in die andere Richtung.

Winter-Comeback in Heilbronn: Die schönsten Schnee-Bilder

Schnee in Heilbronn
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Schnee in Heilbronn
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Im Februar könnte die Polarluft aber auch nach Europa und Deutschland strömen. Laut den aktuellen Langfrist-Trends „schlägt der Winter im Februar wieder zurück“, schreibt „wetter.de.“ Und weiter: „Deutschland könnte nicht nur eine kältere Phase, sondern einen regelrechten Arctic Outbreak bekommen“.

Polarwirbel „strauchelt“ – Split im Februar könnte arktische Temperaturen und Schnee bringen

Denn: Der Polarwirbel „strauchelt“ immer wieder, „sodass ein erneuter Zusammenbruch zumindest nicht unwahrscheinlich ist“, schreibt „wetter.de“. Bricht er zusammen, „kann die arktische Kälte massive Kältewellen verursachen, sogenannte Arctic oder Polar Outbreaks“.

Der Meteorologe Kai Zorn blickt in einem Video ebenfalls auf das Wetter im Februar: Demnach ist auf den Druckkarten ein Spalt im Polarwirbel zu erkennen. Ein Polarwirbelsplit ist also durchaus möglich. Heißt: Im Februar könnte es erneut einen Wintereinbruch in Baden-Württemberg geben – inklusive eisiger Temperaturen und Schneemasse.

Die Wettermodelle geben zwar erste Langzeitprognosen für den letzten Wintermonat ab, doch die können sich jederzeit noch ändern. In Stein gemeißelt sind die Prognosen für den Februar noch nicht. Ein Polarwirbelsplit und ein „Arctic Outbreak“ sind zwar möglich – allerdings kann es auch passieren, dass sich die milde Luft festsetzt. Während die Meteorologen mit ihren Vorhersagen noch etwas vorsichtig sind, gibt der 100-jährige Kalender eine klare Prognose, wie das Wetter im Februar werden soll.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Yegor Aleyev