Wetter zum Sommeranfang

Droht ein Temperatursturz? So wird das Wetter im Juni zur Schafskälte

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Häufig fallen die Temperaturen im Juni noch ein letztes Mal, bevor der Sommer durchstartet. Schlägt die Schafskälte auch in diesem Jahr zu? Das sagen die Prognosen für Baden-Württemberg.

Der Sommer hat aus meteoroligscher Sicht bereits am 1. Juni begonnen – am 21. Juni folgt dann der kalendarische Sommeranfang. Doch der Start in den Juni war alles andere als sommerlich – heftiger Dauerregen hat Süddeutschland schwer getroffen und für Hochwasser gesorgt. Straßen wurden überflutet, Häuser sind vollgelaufen und auch die Bahn kann auf mehreren Strecken nicht fahren. Am Dienstag (4. Juni) beruhigt sich die Wetterlage – warme und vor allem trockene Luft breitet sich aus.

Startet jetzt der Sommer durch? Oder drohen erneut Unwetter und möglicherweise sogar ein Temperatursturz? Bis zum 20. Juni tritt häufig die „Schafskälte“ auf. Muss auch in diesem Jahr mit einer Kaltfront gerechnet werden? Ein Blick auf die aktuellen Prognosen für das Wetter im Juni.

Schafskälte im Juni sorgt häufig für einen Temperatursturz und unbeständiges Wetter

Die Schafskälte tritt laut „wetter.com“ „mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent zwischen dem 4. und 20. Juni auf“. Weiter heißt es: „Häufig geht der Temperaturrückgang auch mit einer unbeständigen Witterungsphase einher.“

Der Begriff „Schafskälte“ kommt übrigens daher, dass viele Schäfer mit dem Scheren der Schafe oft bis Ende Juni warten, da das kalte Wetter sonst lebensbedrohlich für bereits geschorene Tiere werden kann, erklärt „wetter.com“. Der 100-jährige Wetter-Kalender gibt eine klare Prognose zur Schafskälte 2024 ab. Und was sagen die Wettermodelle?

Schlägt die Schafskälte im Juni zu? So wird das Wetter in der ersten Monatshälfte

Die Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) reicht bis zum Ende der ersten Juni-Woche. In den bevorstehenden Tagen muss mit keinem Temperatursturz gerechnet werden. Die Tageshöchstwerte liegen regional bei 17 bis 24 Grad. Es bleibt überwiegend trocken –es muss nur vereinzelt mit schwachen Schauern oder leichten Regenfällen gerechnet werden. Am Donnerstag (6. Juni) drohen laut „DWD“ außerdem Gewitter.

Zum Wochenende (8. + 9. Juni) könnte es im Süden Deutschlands erneut Unwetter geben – Regenschauer und Gewitter drohen. In der Ensemble-Prognose zeigen sich am Wochenende erhöhte Niederschlagsmengen. Allerdings dürften die wohl kaum mit den Regenmassen zum Start in den Juni vergleichbar sein.

Von der Schafskälte ist zumindest in der ersten Juni-Woche keine Spur. Die Ensemble-Prognose gibt keinen Hinweis auf einen Temperatursturz – auch bis Mitte des Monats verläuft die Temperaturkurve konstant. Demnach dürften sich die Tageshöchstwerte auch weiterhin rund um die 20-Grad-Marke bewegen. Ab Montag (10. Juni) bis zeigt sich kaum Niederschlag in den Berechnungen. echo24.de berichtete bereits, wie nass der Juni laut 100-jährigen Wetter-Kalender insgesamt werden soll.

Laut Wettermodellen: Juni soll in Baden-Württemberg zu nass werden – auch zu kalt?

Wie das Wetter in der zweiten Juni-Hälfte wird, lässt sich noch nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Laut des amerikanischen und europäischen Wettermodells soll der Juni in Süddeutschland zu nass werden. Demnach muss also damit gerechnet werden, dass die Niederschlagsmengen zum Ende des Monats erneut zunehmen. Die Temperaturen sollen jedoch durchschnittlich ausfallen – demnach fällt die Schafskälte zumindest in Baden-Württemberg 2024 wohl aus.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Collage: echo24.de