Start in den Sommer
Viel Regen, Unwetter und Hitze? Wettermodelle mit ersten Prognosen für Juni
VonMichaela Ebertschließen
Kaum sind die Eisheiligen vorbei, steht der Start in den Sommer bevor. Mit dem Juni beginnt dieser aus meteorologischer Sicht. Doch was sagen die Wetterprognosen?
Kaum Regen, dafür reichlich Sonne: Der Wonnemonat Mai sorgt in diesem Jahr für wahre Frühlingsgefühle – auch wenn es frühlingshaft frisch bleibt und die Temperaturen kaum über die 20-Grad-Marke klettern. Doch mit dem Ende der Eisheiligen – einer jährlich wiederkehrenden Kälteperiode in der Monatsmitte – fiebern viele auf die anstehende Sommerzeit hin. Schließlich startet mit dem neuen Monat aus meteorologischer Sicht auch der Sommer. Aber was sagen überhaupt die aktuellen Prognosen für den Monat Juni voraus?
Weiterhin kühl und trocken? Wettermodelle geben Ausblick auf Juni
Drohen nach dem Dürreloch im Mai nun etwa doch graue Regentage – oder bleibt es vielleicht sogar weiterhin trocken, aber dafür kühl? Schließlich verzögert die stabile Hochdruckwetterlage bereits seit einiger Zeit den Einfluss von Tiefdruckgebieten über Deutschland. Ein solches Blockade-Hoch kann sich laut den Wetterexperten auch schon mal hartnäckig festsetzen.
Doch laut den aktuellen Langzeitberechnungen der Wettermodelle kündigt sich zumindest ab Juni eine andere Wetterlage an. Wie das CFS-Wettermodell des amerikanischen Wetterdienstes NOAA berechnet, soll es im Juni deutlich wärmer werden. Das durchschnittliche Monatsmittel bleibt demnach zwei Grad Celsius über der Durchschnittstemperatur der Jahre 1961 bis 1990. Ähnliches sagt auch das europäische ECMWF-Modell vorher. Hier wird mit einem Grad Celsius über dem Monatsmittel gerechnet.
| Im Monat Juni | Werte (Quelle: wetter.com) |
|---|---|
| Durchschnittstemperatur (gemessen zwischen 1961 bis 1990) | 15,4 Grad Celsius |
| Durchschnittliche Niederschlagssumme | 85 Liter pro Quadratmeter |
| Durchschnittliche Sonnenscheindauer | 198 Stunden im Monat |
Gewitter, Starkregen und Hitze: Dieses Wetter ist im Juni 2025 zu erwarten
In der Regel bedeutet eine wärmere Welt auch eine nassere Welt, wie Wetterexperte Jörg Kachelmann bereits gegenüber echo24.de erklärte. Drohen im Juni also vermehrt Gewitter? Den Prognosen des Wetterportals wetter.com zufolge kann das noch nicht genau vorhergesagt werden. Was die Wettermodelle aber zeigen: Die lange Trockenperiode könnte spätestens im Juni ihr Ende finden.
Denn die Niederschlagssummen werden laut wetter.com für den Monat als „normal“ berechnet. Lediglich im Süden und Westen von Deutschland könnte sich ein Streifen bilden, auf dem mehr Regen zu erwarten ist. Dennoch bleibt auch wichtig zu beachten, dass die angekündigten, „normalen“ Niederschlagssummen Überschwemmungen und Hochwasser nicht ausschließen.
Sommer-Pause im Juni? Schafskälte kann für jährlichen Kälteeinbruch sorgen
Besonders durch plötzliche Starkregeneinflüsse kann es schnell zu Überschwemmungen und Hochwasser kommen, wenn kleine Bäche anschwellen und zu reißenden Fluten werden. Ein Rückblick zeigt, dass die durchschnittlichen Regenmengen besonders in den vergangenen Jahren immer wieder übertroffen wurden. Unwetter und Gewitter waren oft der Grund. Solche Wetterlagen sind auch im kommenden Juni nicht auszuschließen.
Wie genau das Wetter aussehen wird, kann zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nicht gesagt werden. Schließlich handelt es sich um Langfristprognosen, die sich ständig verändern können. Sie geben den Meteorologen jedoch einen ersten Hinweis auf den Wettertrend in der kommenden Zeit.
Auch der 100-jährige Kalender kann für eine Wetterorientierung sorgen. Mit seinen alten Bauernregeln verspricht er zumindest für den Juni noch einmal einen letzten Kaltlufteinbruch. Auch wenn das Wetterphänomen der Schafskälte nicht wissenschaftlich bestätigt werden kann, können sich die Menschen in Deutschland dem Bauernkalender zufolge noch einmal auf eine Kältephase zwischen dem 4. und 20. Juni einstellen.
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