Unwetterlage im Überblick

Gewitterfront über Baden-Württemberg: Starkregen-Gefahr in Stuttgart am Freitagabend

  • Adrian Kilb
    VonAdrian Kilb
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  • Michaela Ebert
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Eine Unwetterfront zieht am Freitag über Baden-Württemberg. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern, Starkregen und Hagel. Wo es am Abend heftig wird.

Es brodelt im Wetterkochtopf. Am Freitag zieht eine Unwetterfront auf Baden-Württemberg zu, der „Deutsche Wetterdienst“ (DWD) spricht mehrfach Warnungen aus. Schwere Gewitter, Starkregen und Hagel sind möglich. Am Nachmittag beruhigte sich die Wetterlage vorübergehend – doch am Abend steigt die Unwettergefahr laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wieder an.

22:04 Uhr: Am späten Freitagabend verlagerten sich die Unwetter wieder mehr in die Mitte von Baden-Württemberg. Für den Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie für den Landkreis Ludwigsburg gab der DWD bis 22:05 Uhr zwar noch keine neue amtliche Warnung heraus. Wohl aber für die Stadt Stuttgart, wo es bis 23 Uhr stark gewittern und Starkregen geben soll.

Unwettergefahr in Baden-Württemberg nimmt zu: Die Wetterlage am Freitag im Überblick

19:54 Uhr: Besonders schwere Gewitter waren am Freitagabend bis 20 Uhr für den Landkreis Ravensburg angekündigt. Hier sollte sich laut DWD heftiger Starkregen mit Niederschlagsmengen von 40 Quadratmeter pro Liter in der Stunde bilden. Außerdem warnte der Deutsche Wetterdienst vor schweren Sturmböen mit bis zu 90 Kilometer pro Stunde und zwei Zentimeter großen Hagelkörnern.

In Bildern: Schweres Unwetter zieht am Freitag über Landkreis Schwäbisch Hall

Am Freitagnachmittag legte sich eine breite Unwetterfront über den Landkreis Schwäbisch Hall.
Dicke Wolken zogen über ein Feld in Unteraspach, einem Stadtteil von Ilshofen bei Schwäbisch Hall, herauf.
Im Landkreis Schwäbisch Hall regnete es am Freitag dicke Hagelkörner.
Im Landkreis Schwäbisch Hall lag eine höhere Warnstufe des DWD vor. Dort hagelte es auch ganz im Südosten des Landkreises, etwa in Stimpfach.
In Bildern: Schweres Unwetter zieht am Freitag über Landkreis Schwäbisch Hall

Für folgende Landkreise in Baden-Württemberg liegen für Freitagabend, 12. Juli, zwischen 19:38 Uhr und 21 Uhr amtliche DWD-Warnungen vor starkem Gewitter vor:

  • Kreis und Stadt Karlsruhe
  • Kreis Rastatt
  • Kreis Calw
  • Stadt Baden-Baden
  • Kreis Freudenstadt
  • Ortenaukreis
  • Ostalbkreis
  • Kreis Heidenheim
  • Kreis Sigmaringen
  • Kreis Konstanz

Für folgende Landkreise in Baden-Württemberg gibt es Vorabinformationen vom DWD vor Unwetter und starkem Gewitter im Zeitraum zwischen Freitagabend 18 Uhr und Samstagnacht 2 Uhr:

  • Alb-Donau-Kreis und Stadt Ulm
  • Kreis Biberach
  • Bodenseekreis

18:02 Uhr: Im Landkreis Schwäbisch Hall hagelte es auch unter anderem im Südosten des Landkreises. 

Im Landkreis Schwäbisch Hall lag eine höhere Warnstufe des DWD vor. Dort hagelte es auch unter anderem in Stimpfach.

17:18 Uhr: Die Polizei in Heilbronn teilte auf Nachfrage mit, dass es keine wetterbedingten Einsätze im gesamten Präsidiumsbereich gegeben hätte. Bei Öhringen im Hohenlohekreis hätte es starken Regenfall gegeben. 

Das Landratsamt in Ludwigsburg stellte 20 bis 30 Einsätze, vor allem der Feuerwehr, verteilt über gesamte Kreisgebiet fest. Bäume wurden durch das Unwetter umgeworfen und Straßen überflutet. Zudem liefen ein Keller und eine Unterführung voll. 

Auf dem Foto ist ein Blitz im Landkreis Ludwigsburg zu sehen. In großen Teilen Baden-Württembergs warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor starkem Gewitter am Freitagabend.

Dicker Hagel in der Region Hohenlohe am Freitagnachmittag

16:32 Uhr: Am Freitagnachmittag regnete es riesige Hagelkörner in Langenburg in der Region Hohenlohe. Im Video ist zu sehen, wie sie auf ein Dach niederprasseln.

Aquaplanning auf A81 – Verkehr Richtung Heilbronn staut sich

16:03 Uhr: Auf der A81 bei Stuttgart staute sich am Nachmittag Richtung Heilbronn zwischen Stuttgart-Feuerbach und Ludwigsburg-Süd auf acht Kilometer der Verkehr – voraussichtlich wegen des Unwetters. Der Grund für den stockenden Verkehr sei vermutlich Aquaplaning, teilte die Polizei in Ludwigsburg auf echo24-Nachfrage mit. Autofahrer mussten eine Verzögerung von bis zu 20 Minuten in Kauf nehmen.

15:38 Uhr: Die Gewitterfront ist vorerst an der Region Heilbronn-Franken vorbeigezogen und macht sich nun weiter auf den Weg gen Osten. Im Verlaufe des Nachmittags wird sie die Landkreise Hohenlohekreis, Main-Tauber-Kreis, Kreis Schwäbisch Hall, Ostalbkreis und den Rems-Murr-Kreis passieren. Hier gilt noch bis 17 Uhr die amtliche Unwetterwarnung.

Über Baden-Württemberg ziehen am Freitagnachmittag mehrere Gewitter.

Gewitter hinterlässt Spuren in Baden-Württemberg: In Remseck am Neckar fallen golfballgroße Hagelkörner

15:15 Uhr: Laut eines Tweets des Wetterportals „WetterKontor“ hat das Unwetter in Remseck am Neckar (an der nördlichen Stadtgrenze von Stuttgart) bereist erste Spuren hinterlassen. Hier fielen große Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern.

Gewitterfront zieht über Baden-Württemberg: Hier kracht es am Freitagnachmittag bereits

14:14 Uhr: Die Wetterkarte in Baden-Württemberg färbt sich nach und nach rot. Am Nachmittag wird auch für den Landkreis Heilbronn eine Unwetterwarnung der Stufe drei ausgesprochen. Bis 16 Uhr können schwere Gewitter mit heftigem Starkregen auftreten.

Die Wetterkarte in Baden-Württemberg färbt sich bunt. Besonders im nördlichen Bundesland galt eine Warnung vor schweren Unwettern bis Freitagnachmittag.

Die Gewitter ziehen von Nordwesten her auf und treffen bis 16 Uhr auch auf folgende Landkreise:

  • Kreis und Stadt Heilbronn
  • Enzkreis und Stadt Pforzheim
  • Kreis Ludwigsburg
  • Stadt Stuttgart
  • Rems-Murr-Kreis
  • Kreis Böblingen
  • Kreis Calw
  • Kreis Schwäbisch Hall
  • Hohenlohekreis
  • Main-Tauber-Kreis

Für die Region nördlich von Stuttgart bis Heilbronn schlug zudem die Warn-App Katwarn Alarm. Dank des Unwetters bestehe „Gefahr für Leib und Leben“. Niederschlagsmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmetern sowie schwere Sturmböen mit bis zu 90 km/h sind möglich. Was es bei heftigem Gewitter zu beachten gibt und wie man sich am besten schützt, erklärte echo24.de bereits.

Unwettergefahr in Baden-Württemberg steigt: Diese Landkreise sind am Freitag betroffen

13:55 Uhr: Die Wetterlage in Baden-Württemberg ändert sich am Freitag stetig. Immer wieder ploppen für einzelne Landkreise Unwetterwarnungen auf. Auch in der Region Heilbronn gilt am Morgen eine amtliche Warnung vor schweren Gewittern. Bis zum Mittag hat sich die Wetterlage hier zunächst zwar beruhigt – doch in der Nacht drohen erneut Gewitterwolken über den Südwesten zu ziehen.

Die Unwetterfront kommt dank eines starken Westwindes aus Frankreich. Demzufolge könnten die westlicheren Regionen Baden-Württembergs bereits am Nachmittag von den Gewittern betroffen sein. Bis circa 14 beziehungsweise 15 Uhr gilt in folgenden Landkreisen eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe 3 - schwere Gewitter und heftiger Starkregen mit Hagel sind möglich:

  • Kreis Rastatt
  • Stadt Baden-Baden
  • Enzkreis und Stadt Pforzheim
  • Kreis Ludwigsburg
  • Kreis Calw
  • Kreis Böblingen
  • Kreis Freudenstadt
  • Ortenaukreis

Weiter nördlich in Baden-Württemberg könnten die Gewitter erst etwas später auftreten – laut den Prognosen zudem nicht so stark. Dem DWD zufolge gilt für folgende Landkreise eine Unwetterwarnung der Stufe zwei bis zum Freitagnachmittag:

  • Kreis und Stadt Heilbronn
  • Hohenlohekreis
  • Kreis Schwäbisch Hall
  • Main-Tauber-Kreis

Starke Unwetter am Abend in Baden-Württemberg erwartet: Hier könnte es in der Nacht krachen

Am Abend könnte es dann besonders im Südosten des Landes dicke kommen. Ab 18 Uhr gibt es hier laut DWD ein „hohes Unwetterpotential“, weshalb der Wetterdienst bereits jetzt eine Vorabwarnung für die gesamte Nacht auf Samstag ausspricht. Betroffen sind die Landkreise:

  • Alb-Donau-Kreis und Stadt Ulm
  • Kreis Biberach
  • Kreis Ravensburg
  • Bodenseekreis

Von Nordwesten her lockert es dann nach und nach auf. In den Höhen des Schwarzwalds bleibt es aber auch in der Nacht weiter stürmisch, bevor der Samstag deutlich ruhiger mit Schauern vor allem im Bergland startet. Wirkliche Entspannung ist bis zum Juli-Ende zudem vorerst nicht in Sicht. Dank der Großwetterlage können immer wieder Unwetter auftreten.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt/Deutscher Wetterdienst