Wetter in Baden-Württemberg
Wetterexperte mit überraschender Hitzeprognose: Fallen die Hundstage 2023 aus?
VonTobias Beckerschließen
Der Sommer 2023 ist bislang auf Rekordkurs. Doch derzeit sind sind die Temperaturen eher angenehm sommerlich. Nun stehen die Hundstage bevor, die heißeste Zeit des Jahres.
Das Wetter in Baden-Württemberg wechselt von Hitze und tropischen Nächten auf angenehme Sommertage mit Wind und vereinzelten Regenschauern. Doch nun stehen die „Hundstage“ vor der Tür. In der Zeit von Ende Juli bis Anfang August sollen die heißesten Tage des Jahres sein. Kommt nun also die große Hitzewelle 2023 oder fallen die Hundstage aus?
Wetter in Baden-Württemberg auf Rekordkurs – jetzt stehen die Hundstage bevor
Das Wetter macht den nächsten Schwenk und wechselt erneut. Ein kleiner Rückblick: Im April war es verregnet, während in Spanien und Portugal die Mega-Hitze herrschte. Dann kam die Hitze im Juni nach Baden-Württemberg, der Regen wanderte nach Südeuropa. Nun gibt es im Mittelmeerraum den Hitze-Hammer mit teils 48 Grad (Tunesien), während hierzulande immer wieder kleinere Gewitter vorbeiziehen und die Temperaturen unter 30 Grad bleiben.
Dennoch ist der Sommer zur Halbzeit im Juli weiterhin auf Rekordkurs. Es könnte einer der wärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnung werden. Vor allem weil die Hundstage noch bevorstehen. Das ist der Zeitraum von Ende Juli bis Anfang August, der die heißeste Zeit des Jahres darstellt und rund einen Monat nach dem längsten Tag des Jahres stattfindet. „wetter.net“-Experte Dominik Jung haut allerdings eine überraschende Prognose raus.
So sollen die Hundstage werden – Wetter-Überraschung zum Monatswechsel
„Nix mit warmen oder gar heißen Hundstagen“, erklärt Jung und blickt dabei auf die anstehende letzte Juli-Woche. Die Temperaturen erreichen dann kaum noch 30 Grad. lediglich am bevorstehenden Wochenende gibt es nochmal eine kleine Hitze-Spitze mit bis zu 35 Grad am Sonntag in Baden-Württemberg. Ein Schwall von heißen Luftmassen aus dem Mittelmeerraum erreicht dann den Süden von Deutschland.
Im Anschluss drücken deutlich kühlere Luftmassen von Norden in die Region und stoßen sogar bis zu den Alpen vor. Heißt: Auch Baden-Württemberg wird wesentlich kühlere Temperaturen erleben als noch in den letzten Wochen. Teilweise sind laut „wetter.de“ nur noch 22 Grad drinnen. Auch Regen kann hier und da vorkommen, was in Anbetracht der Trockenheit auch dringend nötig wäre.
Der Juli ist zwar im oberen Bereich bei den Temperaturen, liegt aber weit unten, wenn es um den Niederschlag geht im Vergleich zum Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Ob die Regenmengen wirklich helfen oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind, bleibt abzuwarten. Sicher scheint derweil nur: Die Hundstage werden alles andere als heiß, zumindest Ende Juli. Der August könnte das Blatt nochmal wenden.
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