Wetter in Baden-Württemberg

Sommer-Wetter schockiert Experten: Trockenheit-Rekord im Juni droht

  • Tobias Becker
    VonTobias Becker
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Seit Tagen fehlt der große Regen, stattdessen herrscht sommerliches Wetter und sogar Hitzetage gibt es. Der Juni droht, einer der trockensten aller Zeiten zu werden.

Die einen liegen entspannt im Freibad oder am Badesee, die anderen blicken eher sorgenvoll auf das Wetter in Baden-Württemberg. Der Sommer 2023, der eigentlich erst am 21. Juni offiziell und kalendarisch startet, spaltet die Geister. Während viele auf tolles Sommerwetter hoffen, sehen Experten nicht nur Dürre und Hitze, sondern einen Extrem-Sommer auf Deutschland zu rollen. Schon der Juni könnte „der trockenste Juni aller Zeiten“ werden.

Wetter in Baden-Württemberg: Hitzetage am Wochenende, Trockenheit geht weiter

Mit dieser Schockaussage des „trockensten Junis aller Zeiten“ schaut „wetter.net“-Experte Dominik Jung auf die Wetterkarten. Bereits im Laufe der ersten Juni-Woche deutete der bisherige Niederschlag auf die Dürre hin. Nur ein Prozent des üblichen Regen-Soll für den sechsten Monat des Jahres waren erfüllt. Und bis auf einige, teilweise heftige Unwetter zu Fronleichnam, ist auch erstmal kein Regen in Sicht.

Im Gegenteil! Das sommerliche Wetter bringt die ersten Hitzetage nach Baden-Württemberg. Am Samstag und Sonntag werden wohl die 30 Grad geknackt. Schwitze-Hitze für die Dürre statt Retter-Regen! Auch in der anstehenden Woche bleibt es weitestgehend trocken. Der mögliche Niederschlag ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch wann gibt es mal wieder richtig Regen?

Wetteraussicht ohne Regen: Sommer geht ungebremst weiter

„Im seriösen Zeitraum bis Dienstag ist kein Regen in Sicht, zumindest nicht in großen Mengen“, erklärt Jung noch zum Start ins Wochenende. Das amerikanische Wettermodell GFS, über das echo24.de bereits berichtete, berechnet hingegen immer wieder von Regen in annehmbaren Mengen, aber Jung wird deutlich: „Die Verschieberitis geht munter weiter!“ Heißt: Der angekündigte Regen wandert immer weiter nach hinten.

Statt Regen gibt es in Baden-Württemberg wohl die ersten Hitzetage.

Stattdessen steigt auch die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg. Am Hitze-Wochenende ist es besonders schlimm. Teilweise herrscht sogar Waldbrandgefahrenstufe 5, die höchste Warnstufe! Die Experten von „wetter.de“ sehen immerhin am nächsten Wochenende etwas Regen kommen, ob es den aber geben wird, ist bislang noch sehr fraglich.

Hinzu kommt: Der Juni soll im Südwesten sogar ein bis zwei Grad wärmer als das neue Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Die bisherige Prognose (ein Grad wärmer) wurde also nochmal nach oben angeglichen, wie Jung erklärt. Es droht also ein extremer Monat zu werden in Hinblick auf die Hitze und auf die Dürre.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/Julian Stratenschulte/Daniel Karmann/dpa, Collage echo24.de