Wetter in Baden-Württemberg
Wetter-Experten warnen vor Dürre-Juni – „extrem zu trocken"
VonTobias Beckerschließen
Das Wetter in Baden-Württemberg ist im Sommermodus. Die einen freut es, die anderen sorgen sich, denn: Es droht schon im Juni eine Dürre-Periode.
Erst Freude über den Sommer, dann Sorge wegen der Dürre? Seit Tagen bringt das Wetter in Baden-Württemberg Sonne und hohe Temperaturen mit. Niederschlag ist derzeit nicht in Sicht – und das bleibt wohl auch eine ganze Weile noch so. Nun schlagen die Wettermodelle Alarm und auch Experten sehen eine Dürre schon im Juni als möglich an. Doch wird es dann auch der Extrem-Sommer 2023?
Wetter in Baden-Württemberg: Hitzetage kommen, Sorge wegen Dürre-Periode
Vor wenigen Wochen noch war in Baden-Württemberg die Rede von sintflutartigem Regen, Hagel, Gewitter und Unwetter. Die Frage Mitte Mai: Wann kommt endlich das sommerliche Wetter? Kurz darauf gab es den heftigen Wetter-Wechsel. Die Sonne scheint seitdem ununterbrochen, die Temperaturen sind auf über 25 Grad geklettert und die Tage bekommen deshalb das Prädikat „Sommertag“.
In der kurzen Woche, mit dem Feiertag Fronleichnam am Donnerstag, stehen auch die ersten Hitzetage 2023 an. Wie echo24.de bereits berichtete, soll es am Wochenende über 30 Grad heiß werden. Und das in der ersten Juni-Hälfte. Während viele Menschen in Heilbronn und anderen Region des Landes sich über das sommerliche Ferienwetter freuen, gibt es auch welche, die sich Sorgen machen, denn alles sieht nach einer Dürre-Periode aus.
Juni hat ein Dürre-Problem: Wettermodell sieht Monat „extrem zu trocken“
Das Hoch Wiola im Westen, das Hoch Yamara im Osten von Europa – der Sommer ist eingekehrt. Regen soll es zwar hier und da geben, aber die Niederschlagsmengen sind eher „ein Tropfen auf den heißen Stein“, wie „wetter.net“-Experte Dominik Jung erklärt hat. Statt eines, wie vor vier Wochen vom europäischen Wettermodell angekündigten, nassen Juni, rudert das Modell nun zurück, denn: Bis zum 20. Juni ist kein nennenswerter Niederschlag in Sicht. Zurückrudern geht also maximal mit Trockenübungen!
Dürre-Sommer 2022: Trockenheit und fehlender Regen belasten Deutschland




Stattdessen Dürre! Sogar das europäische Wettermodell deutet inzwischen einen „extrem zu trockenen“ Juni an – ähnlich wie das amerikanische Modell bereits vor Wochen. Die Schafskälte 2023 scheint ebenso auszufallen, denn bis zum 20. Juni bleibt es nicht nur weitestgehend trocken, sondern auch noch warm. 25 bis 30 Grad – durchgängig und trotz einzelner Mini-Schauer in Deutschland. Und dann? Dann beginnt der Sommer auch kalendarisch (21. Juni) und nicht nur meteorologisch (1. Juni).
Auch Juli 2023 soll trocken ausfallen – Wetter sorgt für Probleme
Die Trockenheit war schon im vergangenen Jahr ein Problem, auch für einige Landwirte, wie „Heidelberg24“ berichtete. Doch auch im Alltag stellen große Hitze und Dürre viele Menschen vor Herausforderungen. Die trockene Luft, eine mögliche Wasserknappheit und die Waldbrandgefahr, die ohnehin schon in Baden-Württemberg herrscht, sind nur einige Beispiele. Besserung ist zudem nicht in Sicht.
Ein Blick auf die Wettermodelle zeigt: Auch der Juli soll zu trocken werden, aber vorerst vor allem im Norden Deutschlands. In Baden-Württemberg gibt es zwar zu trockene Regionen, wie zwischen Karlsruhe und Mannheim mit einem Streifen in Richtung Heilbronn. Aber ansonsten wird es wohl ein „normaler“ Juli, wobei es sich dabei um eine langfristige Prognose handelt, die eher als Tendenz zu betrachten ist. Heißt: Es kann sich noch ändern.
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