Wetter in Baden-Württemberg

Warnung vor Waldbränden – warum trockenes Sommerwetter jetzt gefährlich wird

  • Tobias Becker
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Das Wetter sorgt für Sommer-Laune in Baden-Württemberg, aber es birgt auch Gefahren. Durch die Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr in vielen Teilen des Landes.

Seit Tagen scheint die Sonne, die Temperaturen sind im sommerlichen Bereich, Regen ist Fehlanzeige. Das Wetter in Baden-Württemberg hat Ende Mai auf Sommer umgestellt. Und auch zum Monatswechsel und dem Start in den meteorologischen Sommer am 1. Juni bleibt es unverändert warm und trocken. Viele Menschen gehen nach Feierabend noch ins Freibad oder genießen die Pfingstferien, aber das Wetter hat auch zwei Nachteile: Dürre und Waldbrandgefahr!

Trockenheit wird zum Problem: Dürre schon Anfang Juni?

Die Trockenheit ist ein heftiges Problem. Betroffen sind vor allem der Norden und Osten von Deutschland. Es fehlt ganz klar Regen! Bis zu 90 Prozent weniger Niederschlag als im Mai eigentlich üblich, so die Bilanz für diese Teile des Landes, wie Dominik Jung von „wetter.net“ erklärt. In ganz Deutschland fehlen demnach knapp über 40 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags, auch in Baden-Württemberg, wobei der Mai dort sogar teils heftige Unwetter und Starkregen parat hielt.

Schon im kompletten Sommer 2022 war es nicht die Hitze, sondern die Dürre, die rekordverdächtig war. Auch der Sommer 2023 wurde zuletzt als deutlich zu warm und viel zu trocken vorhergesagt, wobei es sich dabei eher um eine Tendenz der Wettermodelle handelt. Sicher ist das also noch nicht, aber der Auftakt in den Juni, der ebenfalls trocken und warm werden soll, geht genau in diese Richtung.

Wetter-Hoch bleibt noch tagelang – Waldbrandgefahr steigt in Baden-Württemberg

„Hoch Wiola bleibt wie festgetackert über den britischen Inseln liegen. Das heißt, bei uns geht das trockene, sonnige und warme Wetter weiter,“ so „wetter.net“-Experte Dominik Jung. Beim Blick auf die verschiedenen Wettermodelle aus Europa und Amerika wird schnell deutlich: Das Hoch bleibt wohl auch die erste Woche im Juni. Ein Wetter-Wechsel ist erstmal nicht in Sicht.

Die Waldbrandgefahr steigt in Baden-Württemberg aufgrund des trockenen Wetters.

Die Waldbrandgefahr steigt, ist aber schon am letzten Tag im Mai extrem hoch in Baden-Württemberg. So gibt der „Deutsche Wetterdienst“ (DWD) bekannt, dass vielerorts die „Waldbrandgefahrenstufe 4“ herrscht, also eine „hohe Gefahr“. So sind Öhringen, am Flughafen Stuttgart und Baden-Baden drei der Regionen, die besonders gefährdet sind. Nur in einigen Teilen Baden-Württembergs ist „nur“ Stufe drei ausgerufen.

Warnung vor Waldbränden: Wetter in Baden-Württemberg begünstigt Gefahr

Eine Waldbrandgefahrenstufe 4 bedeutet, dass öffentliche Straßen und Waldwege jeglicher Art nicht verlassen werden sollten, die Forstbehörde zudem auch Parkplätze und Besuchereinrichtungen im Wald sperren kann. „Als Folge des Klimawandels erleben wir nun extreme Hitzewellen sowie Dürren, und damit steigt natürlich auch die Feuergefahr“, erklärte Experte Sohid Saha vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegenüber „Stern“ im vergangenen Jahr.

Trockenperioden begünstigen diese Gefahren, da mehr „Brennmaterial“ zur Verfügung steht. Ausgelöst werden, kann ein Waldbrand nicht nur durch Menschen, sondern beispielsweise auch durch einen Blitz. Die Größe des Waldbrandes wird oft durch Wind begünstigt. In Baden-Württemberg ist derzeit also Vorsicht geboten, um Waldbrände zu vermeiden.

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