Bombastisches Schlussdrittel hilft nicht gegen clevere Eppelheimer

Trotz Rupp-Revue: Es reicht nicht ganz für die Eisbären Heilbronn

  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Er traf nicht mehr, hatte Rückenprobleme: Stefano Rupp meldet sich aller Widerstände zum Trotz eindrucksvoll bei den Eisbären Heilbronn zurück.

Stefano Rupp trifft endlich wieder - leider zu spät für die Eisbären Heilbronn.

Es war ein Kampf auf Augenhöhe - mit dem besseren Penalty-Ende für den EV Ravensburg. Dennoch hat gerade DIESE Auswärtspartie gezeigt, dass die HEC Eisbären Heilbronn langsam in der Eishockey-Regionalliga Südwest auf die Scholle kommen. Das müssen sie auch. Denn am Freitagabend kommen mit den Eisbären Eppelheim brandgefährliche Artgenossen in die Kolbenschmidt-Arena. Stürmer Vasilios Maras kennt das Erfolgsrezept: "Wir haben bislang immer aggressiv im Angriff gespielt, müssen uns aber jetzt mehr auf die Verteidigung fokussieren." Das gelingt nicht ganz: 3:4-Schlappe.

Trainer Heiko Vogler hat für die richtungsweisende Partie "alle Mann an Bord" und kann auf vier Reihen zurückgreifen. Er erklärt: "Wir haben im Training unter der Woche das Augenmerk auf die defensive Zone gelegt, in der wir kompakter stehen müssen, um dann den blitzschnellen Torabschluss zu suchen." Und wie ist die Stimmung im Team? "Gut, alle Spieler sind heiß auf die Begegnung." In die geht es damit nun auch hinein! Mit kurzer Verspätung, denn die Sanis lassen auf sich warten...

Mit der ersten Unterzahl kassieren die Eisbären Heilbronn auch den ersten Treffer

Drin ist das erste Ding - und die Eisbären aus Eppelheim jubeln.

Die Gastgeber legen los wie die Feuerwehr, sehen jedoch vor lauter Rauch das Tor nicht. Dann die erste Unterzahl: Daniel Steinke stellt Bein(ke) - und muss für zwei Minuten auf die Bank. Kurz vor Ablauf seiner Strafe kommt das, was kommen muss, aber nicht soll: 1:0 für Eppelheim durch Roman Gottschalk (4.). Die Heilbronner im Anschluss stets bemüht. Wer das im Arbeitszeugnis stehen hat, kennt die Folge. In diesem Fall ist es das 0:2 durch Lukas Sawicki (13.). Die Pause erlöst die heimischen Eisbären-Fans.

Für die Eisbären Heilbronn läuft die Partie irgendwie aus dem Ruder

Kommt spät für die Eisbären Heilbronn als Vorbereiter ins Rollen: Claudio Schreyer.

Irgendwie läuft die Partie an den gastgebenden Eisbären vorbei. Gerade mal 1:31 Minuten ist das zweite Drittel alt, da netzt Dominik Deurig zum 3:0 ein. Eppelheim jetzt wie eine Kandidatin bei "Shopping Queen", die das komplette Outfit schon nach einer Stunde hat. Entspannt, locker - nicht mal von Guido Maria Kretschmer zu stoppen. Und aus dieser lockeren Leichtigkeit fällt auch das 4:0: wieder Sawicki (37.). Immerhin: Stefano Rupp sendet noch ein Lebenszeichen (40.). Erneute Pause. Momentan zum Artenschutz der Eisbären Heilbronn.

Torjäger Stefano Rupp meldet sich bei den Eisbären Heilbronn eindrucksvoll zurück

Stefano Rupp meldet sich zurück - Hoffnung keimt auf.

Vielleicht drehen die Gastgeber das ja noch, vielleicht legen sie ja diesmal ALLES ins letzte Drittel. Genau in den Spielabschnitt, der ihnen in der jungen Saison bereits mehrfach zum Verhängnis wurde. Es sieht allerdings nicht mehr danach aus. Die Begegnung wirkt mittlerweile inkontinent: plätschert vor sich hin. Bis Rupp es wieder wuppt (51.). Beim Top-Torjäger der Vorsaison scheint der Knoten endlich geplatzt zu sein. 2:4 aus Heilbronner Sicht. Und schwuppdirupp geht's weiter: 3:4 (56.). Doch das reicht nicht mehr ganz.

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