Von Hügelsheim ab dem zweiten Drittel vorgeführt
Eisbären kassieren Peinlich-Pleite vor Heimpublikum
VonOlaf Kubasikschließen
Es sollte DIE Wiedergutmachung für die Zweibrücken-Niederlage werden - und endete für die Eisbären Heilbronn im Debakel.
Die HEC Eisbären Heilbronn haben ihre Wunden geleckt. Das mussten sie auch! Denn nach der zweiten Im-dritten-Drittel-Pleite in Zweibrücken kommt am Freitagabend DER Erzrivale schlechthin in die Kolbenschmidt-Arena: die Baden Rhinos Hügelsheim. Zum "El Clásico" in der Eishockey-Regionalliga Südwest. Und das immer noch mit ihrem turbulenten Tor-Trio Cedrick Duhamel, Mathieu Fleury und Dennis Walther sowie jeder Menge sportlichem Ehrgeiz. Doch das bereitet den Hausherren wenig Sorgen, wie Angreifer Marc Oppenländer erklärt: "Wir müssen einfach cool bleiben, wenn wir mal den Ausgleich kassieren - so etwas wie in Zweibrücken darf uns jedenfalls nicht mehr passieren." Passiert - und wie: 1:4-Peinlich-Pleite.
Verzichten muss Eisbären-Coach Heiko Vogler in dieser Partie zunächst mal auf sich selbst: Aufgrund einer Spieldauerstrafe nach dem Zweibrückner Massenkeilerei-Finale. Er erklärt: "Ich habe aufgrund der dauerhaften Provokation überreagiert - das war sehr, sehr dumm von mir." Auch Griechen-Pitbull Vasilios Maras hat sich rausgebissen: "Ich habe im zweiten Drittel einen Check kassiert - und danach mit Gehirnerschütterung weitergespielt." Die Folge: rotes Licht vom Doktor. Dafür steht Stürmer Daniel Steinke nach überstandener Grippe wieder im Aufgebot. Vogler: "Außerdem habe ich vier DNL-Spieler an Bord, sodass wir mit vier Reihen aufs Eis gehen können."
Eisbären Heilbronn und Baden Rhinos Hügelsheim mit kontrolliertem Beginn
Und da geht's jetzt auch hin! Mit einem sehr bedachten Beginn. Beide Teams im Abtast-Modus - mit leichter Überlegenheit der Eisbären. Doch eine Unachtsamkeit sorgt fürs 1:0 der Gäste: So allein vorm Tor wie Andreas Mauderer dürfte sich zuletzt Tom Hanks in "Cast Away - Verschollen" gefühlt haben (5.). Doch der Kisten-Konter der Gastgeber folgt: Daniel Steinke netzt dermaßen ein, dass damit Europas Fischkonsum auf Jahre gesichert sein dürfte. Pause. Durchatmen.
Der Hügelsheimer Maxim Engel bestraft die Eisbären Heilbronn teuflisch
Im zweiten Drittel präsentieren die Eisbären ihre Zweibrückener Dritte-Drittel-Seite. Und das DARF gegen die hellwachen Baden Rhinos einfach nicht passieren! Zack - wer macht's für die Gäste? Dieser Teufel mit dem himmlischen Namen: Maxim Engel (24.) - Mauderer wie ein Regisseur in einer extrem um Kunden buhlenden Erwachsenen-Film-Branche: legt noch einen drauf. 3:1 für Hügelsheim. Um im Kino-Bild weiter zu hirschbiegeln die bange Frage: Ist das aus Eisbären-Sicht der Untergang?
Eisbären Heilbronn: Ein Beißer wie Vasilios Maras fehlt an allen Ecken und Enden
Ja, er ist es! Das Vogler-Team jetzt so planlos wie die Ampel-Schaltung auf Heilbronns Weinsberger Straße. Martin Williams reagiert darauf mit übertriebener Härte - und landet auf der Bank. Die Rädelsführer sind untergetaucht. Ein Maras, ein Daniel Brendle (Trainingsrückstand nach Urlaub) würden den Eisbären jetzt gut tun. Allerdings sehen diese nur das 4:1 durch Fleury (46.). Das war's. Schämen ist angesagt!
Bilder vom Eishockey-"El Clásico" der Eisbären gegen die Baden Rhinos




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