Bissiger Auftritt der Hausherren nach dem Hügelsheim-Debakel

Gegen Stuttgart ziehen die Eisbären Heilbronn nicht die Krallen ein

  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Sie geraten in Rückstand. Doch dann reagieren die Eisbären Heilbronn gegen die Stuttgart Rebels endlich so, wie es ihr Trainer Heiko Vogler verlangt.

Sven Breiter präsentiert sich von seiner Sahneseite.

Neun Tage liegt die Peinlich-Pleite gegen die Baden Rhinos Hügelsheim in der Eishockey-Regionalliga Südwest zurück. Neun Tage, in denen Trainer Heiko Vogler seine HEC Eisbären Heilbronn wieder auf Kurs bringen konnte. Damit die sich am Sonntagabend vor heimischen Publikum gegen die Stuttgart Rebels von einer deutlich besseren Seite präsentieren. Vogler verspricht: "Die Jungs sind bereit, für mich durchs Feuer zu gehen." Und wirklich: Die Eisbären sind sooo heiß, dass sie nach dem 2:1-Sieg zum Abkühlen in Tonnen mit kochendem Frittenfett steigen müssen.

Dem Coach stehen für die richtungsweisende Partie alle Spieler zur Verfügung, sodass er mit vier "neu zusammengestellten" Reihen aufs Eis gehen kann. Auch die gegen Hügelsheim schmerzhaft vermissten Daniel Brendle (Trainingsrückstand nach Urlaub), Vasilios Maras (Gehirnerschütterung) und Vogler selbst (Sperre) sind wieder an Bord. Brendle erklärt: "Ich brenne förmlich darauf, der Mannschaft in der Verteidigung noch mehr Stabilität zu geben." Apropos brennen: Heiko Vogler ist bereits sieben Stunden vor Spielbeginn (!!!) in der Kolbenschmidt-Arena, "um mich einzustimmen und einzuschießen".

Eisbären Heilbronn wie verwandelt: Drückend überlegen im ersten Drittel

Anpfiff! Und die Eisbären präsentieren sich gegenüber der Hügelsheim-Partie wie verwandelt. Angriffswelle um Angriffswelle rollt auf das Stuttgarter Tor. Doch trotz guter Chancen durch Marc Oppenländer und Sven Breiter bleibt es torlos. Allerdings lässt die Art und Weise, wie die Hausherren zu Werke gehen, auf Besseres hoffen. Auf einen Kantersieg macht Ex-Eisbären-Trainer Sascha Bernhardt am Rande jedoch keine Hoffnung: "Gegen die Rebels werden es erfahrungsgemäß immer ganz enge Kisten."

Leontin Kreps läutet für die Eisbären Heilbronn den Wandel ein

Dreht den Rückstand eiskalt: Leontin Kreps.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild - bis, ja bis Patrick Daucik aus dem Nichts das 1:0 für die Rebels erzielt (24.). Bamm - ein Treffer ins Eisbären-Herz! Aber wie reagieren die nun darauf? Verhalten sie sich erneut wie Jungbäume im Orkan - brechen ein? Nein! Der Ausgleich durch Leontin Kreps ist die klare Antwort (32.). Dem folgt DER Auftritt von Sven Breiter: In den letzten Sekunden des zweiten Drittels zeigt sich der ewig aktive Evergreen von seiner Sahneseite - und netzt auf Vorlage von Stefano Rupp sooo ruhig ein, dass jede Valium-Tablette Existenzängste bekommen muss (40.). 2:1 - erneute Pause.

Stuttgart Rebels entpuppen sich für Eisbären Heilbronn als harter, aber fairer Gegner

Doch die Rebels sind eine verdammt harte Nuss, kämpfen bis zum Ende aufopferungsvoll. Das Spiel bestimmen jedoch weiterhin die Gastgeber. Was aber auch Erwähnung finden sollte: Es ist eine extrem faire Begegnung, ohne jegliche Nickeligkeiten - und eine äußerst spannende. Denn Stuttgart nimmt kurz vor Schluss den Goalie vom Eis... Passiert aber nix mehr. Der Sieg steht. Und wirkt wie Balsam auf die geschundene Eisbären-Seele.

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