Eisbären verlieren zum zweiten Mal in Zweibrücken
Erneut ziehen die Eisbären nicht den Hornets-Stachel!
VonOlaf Kubasikschließen
Wunder-Williams, Genial-Grieche Vasilios Maras und "Mr. Cool" Claudio Schreyer können mit ihren Treffern keinen Dreier für Heilbronn einfahren.
Gerade mal zwei Wochen ist es her, dass die Eisbären Heilbronn zum Auftakt der Eishockey-Regionalliga in Zweibrücken gastierten - und im Penalty-Schießen gegen die Hornets verloren. Am Sonntagabend kommt's zum erneuten Wiedersehen, wieder in Zweibrücken. Doch diesmal soll die Geschichte anders ausgehen. Vor allem nach der phänomenalen Freitagsfiesta gegen Freiburg. Eisbären-Verteidiger Moritz Muth erklärt: "Wir sind voll motiviert - und wenn wir unser System wieder so runterspielen, werden wir auch die Revanche schaffen." Das gelingt jedoch nicht: 3:6-Niederlage.
Da Trainer Heiko Vogler nur sechs Abwehrspieler zur Verfügung, geht er erneut selbst aufs Eis: "Ich muss nicht schnell sein, solange ich ein schnelles Auge habe." Wie gegen Freiburg, als er gleich drei Kisten machte. Der Coach dazu: "Da habe ich eigentlich nicht gut gespielt, weil ich zuvor eine Zahnwurzelbehandlung hatte und stark geschäftlich eingespannt war." Also wird's in Zweibrücken noch besser? "Sie können uns jedenfalls nicht schlagen, sondern nur wir uns selbst."
Eisbären Heilbronn: Claudio Schreyer und Martin Williams drehen kurzerhand den Rückstand
Aber genug der Worte und hinein in die Partie! Mit einer bangen Frage: Schlagen sich die Eisbären selbst, wenn Christian Werth zum 1:0 für die Hornets trifft (6.)? Schnell weg aus der Sado-Maso-Gedankenwelt - und zurück zum Spiel. Mit Christian Schreyer. Der schaufelt den Puck sooo eiskalt ins HorNETZ, als wollte er zukünftig als Würfel in jedes Aperol-Sprizz-Glas gelangen (11.). Martin Williams, gestern erst 43 Jahre jung geworden, legt nach (13.): 2:1 für die Gäste. Darauf einen Williams-Kirsch! Ist ja ohnehin Pause...
Vasilios Maras trifft zur erneuten Führung für die Eisbären Heilbronn
Wer sich übrigens fragt, wer diesmal für Heiko Vogler an der Bande steht: niemand anders als Heilbronns Eishockey-Legende Nikolai Narimanov- und Rainer Schreyer. Mit der Hoffnung dass der Name des Co-Trainers Programm wird (Wortwitz-Beschwerden bitte an redaktion@echo24.de), geht's in Drittel zwei mit Gebrüll. Andre Nunold zerstört mit dem 2:2-Ausgleich (29.) gleich wieder jegliche SCHEYERei. Bis Genial-Grieche Vasilios Mars kontert (30.) - auf Vorlage von Vogler, der mehr Pässe an den Mann den bringt als dereinst das Bremer BAMF. Pause. Uff!
Im dritten Drittel vergurken die Eisbären Heilbronn alles
Das letzte Drittel: hart umkämpft. Und dann ist es ausgerechnet Fabian Fellhauer, der den Eisbären das Fell verhaut (49.). 3:3. Daniel Radke legt dermaßen aufgepusht nach - mit einem so sauberen Tor, dass die deutschen Automobil-Konzerne im Diesel-Skandal im Alleingang retten könnte (53.). Als Andy Willigar (55.) auf 5:3 für die Hornets erhöht, ist Ende Gelände. Sich selbst geschlagen, legen die Eisbären immerhin noch eine Keilerei aufs Eis. Zumindest die Fightarena-Veranstalter dürften sich über Letzteres freuen. Das 6:3 aus Zweibrückener Sicht durch Tim Essig (60.) ist nur noch Schönheitskosmetik - aus Hornets-Sicht.
Bilder vom ersten Saison-Heimspiel der Eisbären gegen Freiburg




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