„Er wird einen Riesenspaß haben“
Formel-1-Experte gibt Mick Schumacher einen wichtigen Ratschlag für 2026
VonSönke Brederlowschließen
Mick Schumacher könnte 2026 in der amerikanischen IndyCar-Serie fahren: Warum Formel-1-Experte Christian Danner ihm sogar dazu raten würde.
Gland – Nach seinem erfolgreichen Test in Indianapolis und der jüngsten Nachricht, dass Alpine in der Langstrecken-WM (WEC) offenbar bereits einen Ersatzfahrer verpflichtet hat, verdichten sich die Anzeichen: Mick Schumacher steht wohl vor einem Wechsel in die USA und könnte 2026 eine komplette Saison in der IndyCar-Serie bestreiten.
Für Formel-1-Experte Christian Danner wäre das genau der richtige Schritt. „Ich war es höchstpersönlich, der ihm den Rat gegeben hat, dass er doch mal nach Amerika schauen soll, wenn das in der Formel 1 nicht klappen will“, grinst der 67-Jährige im Interview mit sport.de. Immerhin sei die IndyCar-Serie „eine fantastische Alternative“ zur Formel 1.
Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner: Mick Schumacher „wird einen Riesenspaß haben“
Und Danner hat Ahnung: Nach seinem letzten Formel-1-Rennen 1989 zog es ihn selbst über den Atlantik. Zwischen 1992 und 1995 startete der gebürtige Münchner in der IndyCar World Series bzw. CART-Meisterschaft, dem Vorgänger der heutigen IndyCar-Serie. „Mich freut es wahnsinnig, dass er sich jetzt ein Herz gefasst und den Test gemacht hat“, sagt Danner.
„Ich habe so den Verdacht, dass er auf den Geschmack gekommen ist“, lacht der ehemalige Rennfahrer, der als erster Deutscher sowohl in der Formel 1 als auch der IndyCar-Serie Meisterschaftspunkte sammeln konnte. Schumacher könnte es ihm bald gleichtun. „Ich kann mir eine tolle Zukunft von Mick Schumacher in der IndyCar-Serie vorstellen.“
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Ein Punkt, der Schumacher entgegenkommen könnte: In der IndyCar-Serie fahren alle Teams mit einem einheitlichen Chassis. „Es gibt zwei Motorenhersteller, aber ansonsten sind die Autos sehr ähnlich und es kommt letztlich auf den Fahrer an“, erklärt Danner. Die Serie sei „ein wenig analog zur europäischen Formel 2“ und genau dort hatte Schumacher 2020 bekanntlich den Titel geholt.
Für den 36-fachen Grand-Prix-Starter steht daher fest: Der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher, der seit einem Skiunfall aus der Öffentlichkeit zurückgezogen lebt, sollte das Abenteuer in den USA wagen. „Er wird einen Riesenspaß haben“, ist Danner überzeugt, „weil die Atmosphäre viel lockerer ist als in der Formel 1, das Racing aber genauso professionell.“
Besonders reizvoll wäre ein Engagement bei Rahal Letterman Lanigan Racing, jenem Team, für das Schumacher bereits in Indianapolis testete. „Dann hat er sicherlich eines der besten Teams in den Vereinigten Staaten an seiner Seite“, meint Danner und traut dem Deutschen zu, in der IndyCar-Serie durchaus erfolgreich zu sein. (SoBre)
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