Erster Bundesliga-Dreier

VfB bejubelt "wilden Sieg" - und einer wusste das Ende schon vorzeitig

Der VfB darf sich endlich über drei Punkte freuen.
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Der VfB darf sich endlich über drei Punkte freuen.
  • Nicolas Herold
    VonNicolas Herold
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Der erste VfB-Dreier in der neuen Saison ist da! Sturm-Star Mario Gomez hatte es kommen sehen.

Nein, Zeugen gibt es dafür natürlich keine. Und dennoch beteuerte Mario Gomez nach dem 2:1 (1:0)-Sieg des VfB Stuttgart gegen Werder Bremen: "Als das 1:1 fiel, wusste ich: Jetzt gewinnen wir trotzdem! Mein Gefühl hat mir gesagt, auch wenn wir so ein Tor kriegen, gewinnen wir das Ding." Die Vorahnung stimmte, der VfB gewann am sechsten Spieltag endlich sein erstes Spiel - und dementsprechend gut war die Laune nach der Partie bei den Schwaben!

Bilder vom Spiel des VfB gegen Werder

Für Gomez selbst war es hinterher kurz zusammengefasst ein "wildes Spiel". Für neutrale Zuschauer sicherlich auch. Für die VfB-Anhänger war es eine Achterbahnfahrt der Gefühle - mit Happy End! Gomez: "Für die Fans war es sicher hart." Nicht nur für die! Auch Manager Michael Reschke gab nach dem Spiel unumwunden zu: "Ich habe mir am Ende fast ein paar Haare rausgerissen." Und trotz des Zitter-Bibber-Endes in der Stuttgarter Arena war schließlich für Keeper Ron-Robert Zieler nur eines wichtig: "Dass wir die drei Punkte haben, ist alles, was zählt."

VfB Stuttgart gegen Werder Bremen eigentlich früh auf der Siegerstraße

Dabei stand gerade der Keeper im Mittelpunkt des Geschehens auf dem Rasens. Aber der Reihe nach: In der ersten Halbzeit lief eigentlich alles für den VfB. Erst hatte Anastasios Donis, der in der zweiten Hälfte verletzt raus musste, nach einem Traumpass von Daniel Didavi das 1:0 erzielt (19. Minute), dann flog auch noch Werder-Verteidiger Milos Veljkovic in der 36. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Freie Fahrt für den ersten VfB-Dreier also? Nix da! Die Bremer machten in der zweiten Halbzeit ordentlich Druck, Maximilian Eggestein knallte den Ball als ersten Warnschuss an den Pfosten (58.).

Gomez: "Ab dem 1:0 hatten wir wieder etwas zu verlieren. Und dann passiert uns noch so ein Tor." Das Einwurf-Eigentor! Es lief die 68. Minute, VfB-Verteidiger Borna Sosa wollte den Ball zu Zieler werfen, der passte aber nicht auf und ließ dann den Ball über seinen Schlappen ins eigene Tor trudeln. Unfassbar! 1:1 - und alles war wieder offen! Manager Reschke zu dem Mega-Klops: "Ich dachte: Das darf nicht wahr sein!"

Gonzalo Castro erzielt Siegtreffer für den VfB Stuttgart

Aber: Auf einmal wachte der VfB in diesem wilden Spiel wieder auf, erzielte nur wenige Minute später die erneute Führung durch Gonzalo Castro (75.). Die Mentalität stimmte! Zieler: "Wir haben heute die richtige Einstellung an den Tag gelegt." Das reichte an diesem Tag. Der VfB vergab in der Schlussphase zwar gleich eine Hand voll Mega-Chancen, die Bremer kamen aber auch nicht mehr wirklich gefährlich vor das Stuttgarter Tor.

So stand am Ende der erste Sieg in der Bundesliga-Saison zu Buche. Wild? Verdient? Die Art und Weise? Nach SO einer Partie alles zweitrangig. Kapitän Christian Gentner bekräftigte das nochmal: "Die drei Punkte sind extrem wichtig für uns." Und Manager Reschke fügte hinzu: "Ich bin überzeugt, dass das der Mannschaft einen wahnsinnigen Schub geben wird." Es muss ja in Zukunft nicht immer so "wild" sein...

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