Mehr Einkommen – mehr Rente

Geld für die Rente: Wie viel geht jeden Monat für die Altersvorsorge vom Lohn ab?

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Jeder Arbeitnehmern muss monatlich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Doch wie hoch sind die Beiträge? echo24.de klärt auf.

Die gesetzliche Rente ist für viele Menschen in Deutschland die finanzielle Basis im Alter. Dabei schneidet die Bundesrepublik im internationalen Rentenvergleich gar nicht mal so gut ab, wie echo24.de bereits berichtete. Wer eine „gute“ Rente haben möchte, sollte also früh anfangen zu sparen.

Denn eine Faustregel gesagt: Je früher mit der Altersvorsorge begonnen wird, desto wahrscheinlicher ist es, mit einem gewissen Wohlstand in Rente zu gehen. Allerdings ist es nicht jedem möglich, neben den Beiträgen für die gesetzliche Rentenversicherung noch in die private einzuzahlen. Doch wie viel Geld geht eigentlich jeden Monat vom Gehalt für die Rente ab?

Gesetzliche Rentenversicherung arbeitet umlagefinanziert

Die gesetzliche Rente funktioniert nach dem sogenannten Umlageverfahren. Das Geld, das die Rentenversicherung von den Beitragszahlern einnimmt, wird sofort wieder an die Rentner ausgezahlt. Deshalb steigt die Rente nur, wenn genügend Menschen arbeiten und in die Rentenkasse einzahlen, wie „Stiftung Warentest“ berichtet.

In den letzten Jahren gab es kräftige Erhöhungen. Auch im Juli 2023 stieg die Rente wieder um 5,86 Prozent in den neuen und um 4,39 Prozent in den alten Bundesländern. Die hohen Rentensteigerungen sind eine Folge der positiven Einkommensentwicklung. Doch wie viel müssen die Arbeitgeber jetzt monatlich vom Lohn abführen?

Gesetzliche Rente ist in Deutschland Pflicht – Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen gleichen Prozentsatz

Ob sie es wollen oder nicht: Arbeitnehmer in Deutschland werden jeden Monat Rentenbeiträge vom Bruttolohn abgezogen. Der Beitragssatz beträgt derzeit 18,6 Prozent des Bruttolohns. Davon trägt der Arbeitnehmer 9,3 Prozent und der Arbeitgeber 9,3 Prozent. Das bedeutet: Wer 4.000 Euro brutto im Monat verdient, muss davon 372 Euro an die Rentenkasse abführen. Das Wichtigste in Kürze:

  • Beitrag: 9,3 Prozent des Bruttolohns zahlen Arbeitnehmer in die gesetzliche Rentenversicherung ein.
  • Rentenhöhe: Die Höhe der späteren Rente hängt vor allem von der Höhe des Bruttoverdienstes und der Anzahl der Beitragsjahre ab. Es gibt aber auch eine Grenze nach oben. In Deutschland gibt es, wie echo24.de bereits berichtete, eine Höchstrente.
  • Einzahlungen: In bestimmten Grenzen sind auch freiwillige Einzahlungen in die Rentenversicherung möglich. Sie erhöhen die spätere Rente.
  • Frührente: Nicht jeder muss bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten. Mit genügend Beitragsjahren können viele schon mit 63 Jahren vorzeitig in Rente gehen. Eine Berufsgruppe kann sogar mit 60 in den Ruhestand.

Rubriklistenbild: © IMAGO/ Bihlmayerfotografie

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