Altersvorsorge

So lässt sich die Rente richtig aufbessern: Mit 30 Jahren Geld anlegen

  • Anni Gebhard
    VonAnni Gebhard
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Die meisten träumen von einem sorgenfreien Lebensabend. Wer mit 30 Jahren schon für das Alter vorsorgt, kann viel für den Ruhestand ansparen.

Mit dem Cabrio in den Italienurlaub – mit dem Kreuzfahrtschiff durchs Mittelmeer: Fast jeder träumt von einer Rente, die von viel Urlaub und wenig Geldsorgen geprägt ist. Schließlich haben Rentner nun die Zeit, ihr Geld auszugeben. Doch nur für die wenigsten wird der Traum auch wahr. Besonders Frauen sind gefährdet, in die Altersarmut zu rutschen. Wer früh an die Altersvorsorge denkt, kann sich für den Ruhestand Geld anhäufen. Eine Tabelle zeigt, wie sehr sich das Sparen ab 30 Jahren lohnen kann.

Auch ohne Höchstrente: Durch diesen Effekt können Sparer reich in Rente gehen

Nur ein sehr kleiner Bruchteil der Rentner erhält in Deutschland die Höchstrente. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass alle anderen keine Chance haben, ihren Ruhestand ohne Geldsorgen zu genießen. Reichtum ist natürlich ein sehr individueller Begriff und wird von jedem ein kleines bisschen anders definiert. Doch eine Faustregel gilt für alle: Je früher mit der Altersvorsorge begonnen wird, desto wahrscheinlicher ist es, mit einem gewissen Wohlstand in Rente zu gehen. Möglich macht das auch der sogenannte Zinseszins.

Was ist der Zinseszins?

Im Vergleich zu Zinsen, die für eine Kapitalanlage ausgezahlt werden, wird beim Zinseszins der Zinsertrag zum Kapital addiert und in den Folgejahren mit verzinst. Es gibt also nicht nur Zinsen auf das ursprüngliche Geld, sondern auch auf die in der Vorperiode erwirtschafteten Zinsen selbst. Dadurch steigt der Gesamtbetrag schneller an – das nennt man den Zinseszinseffekt. Der Vorteil wird umso deutlicher, je länger das Geld angelegt wird.

Quelle: Growney „finanzwiki“

Geld anlegen mit 30 Jahren: So viel Kapital wird am Renteneintritt ausgeschüttet

Bis 2031 wird das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Wer 30 Jahre alt ist, hat also noch mindestens 37 Jahre Berufsleben vor sich, um abschlagsfrei in Rente zu gehen. Auch, wenn der Weg noch lange zu sein scheint, lohnt es sich bereits mit 30 Jahren, sich Gedanken über die Altersvorsorge zu machen. Verschiedene Zinsrechner zeigen, wie sich das angelegtes Kapital über die Jahre vermehrt. Das Fazit: Je eher angelegt wird und je höher das Startkapital, desto größer die Ausbeute.

AnfangskapitalZinssatzLaufzeitEndkapital
3.000 Euro4 Prozent37 Jahre12.804,27 Euro
5.000 Euro4 Prozent37 Jahre21.340,45 Euro
10.000 Euro4 Prozent37 Jahre42.680,90 Euro
12.000 Euro4 Prozent37 Jahre51.217,08 Euro
15.000 Euro4 Prozent37 Jahre 64.021,35 Euro

Momentan liegt der Zins für Festgeld, Tagesgeld und anderer Sparmöglichkeiten bei ca. vier Prozent. Zum Vergleich: wer die 15.000 Euro mit 40 Jahren anlegt und damit nur 27 Jahre spart, bekommt laut Zinsrechner am Renteneintritt nur 43.250,43 Euro ausgeschüttet. Das sind 20.770,92 Euro weniger. Je früher das Geld also angelegt wird, desto mehr lohnt sich die Altersvorsorge.

Gehaltstabelle zeigt: Wer gilt als reich? Wer ist Geringverdiener?

Ab welchem Monatsverdienst gilt man nun also als reich? Grundsätzlich muss jeder Reichtum für sich selbst definieren. Wer sich allerdings mit anderen Verdienern in Deutschland vergleichen möchte, kann einen Blick auf die Gehaltstabelle wagen und feststellen, welche Gehaltsklasse passt: von Geringverdiener bis Spitzenverdiener. Das gilt letztlich auf für Ruheständler.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Isabella Bellnini

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