Bei Ausweis, Drohen und Co.
Wichtige Änderungen im November 2024: Das sollten Verbraucher jetzt wissen
- VonVanessa Lutzschließen
Neuer Monat – neue Regeln: Auf viele Deutsche kommen im November 2024 einige Neuerungen zu. Was sich alles ändert und zum Teil sogar einfacher wird.
Erst im Oktober hat sich einiges für die Menschen in Deutschland geändert – so gilt seither eine neue Regel bei den Winterreifen und Studierende dürfen sich über mehr Bafög freuen. Auch der neue Monat bringt unter anderem eine wichtige Neuerung im Rahmen des Selbstbestimmungsgesetzes und bei den Ausweisdokumenten. Warum künftig der Gang zum Amt wegfällt, zeigt der echo24-Überblick über die wichtigsten Änderungen im November.
- Änderung bei Ausweisdokumenten
- Neues Selbstbestimmungsgesetz gilt
- Bundesrat bekommt neue Präsidentin
- Änderung beim Einsatz von Drohnen
- Bankangestellte bekommen mehr Geld
- Wirtschafts-Identifikationsnummer wird eingeführt
Änderung ab November 2024: Den Ausweis gibt es künftig per Post
Der Gang zur Behörde, um einen Ausweis abzuholen, kann langwierig und stressig sein. Das Dokument braucht man allerdings, denn in Deutschland gilt die Ausweispflicht. Ab November 2024 fällt dieser Pflichttermin vor Ort jedoch weg. Stattdessen ist es dann möglich, sich sogenannte hoheitliche Dokumente auf Wunsch per Post zuschicken zu lassen. Lediglich eine Gebühr wird hierfür fällig.
Selbstbestimmungsgesetz gilt ab November 2024 – einfache Erklärung reicht aus
Ab dem 1. November gilt das neue Selbstbestimmungsgesetz, mit dem sich Geschlechtseintrag und Vorname auf den Standesämtern ändern lassen können. Hierfür reicht eine einfache Erklärung aus, man benötigt keine Gutachten, ärztliche Bescheinigungen oder richterliche Beschlüsse. Die Anmeldung erfordert eine dreimonatige Frist – seit August können Anträge für die Änderung gestellt werden.
Mit dem Gesetz soll es trans-, intergeschlechtlichen und nichtbinären Personen erleichtert werden, ihren Geschlechtseintrag und ihre Vornamen ändern zu lassen, heißt es auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums. Lange hat die Bundesregierung darum gerungen, am 12. April 2024 wurde es schließlich verabschiedet.
Ab November 2024: Neue Präsidentin des Bundesrats tritt Amt an
Die Bundesratspräsidentschaft wechselt ebenfalls im November. Dann löst die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auf diesem Posten im Bundesrat ab. Die Amtszeit des Präsidenten des Bundesrates beträgt grundsätzlich ein Jahr.
Drohnen zum Tierschutz: Was ab dem 20. November 2024 gilt
In Sachen Tierschutz ändert sich im November ebenfalls etwas: Ab dem 20. November sind Drohnen mit Wärmebildkameras dauerhaft auf Feldern erlaubt, um Rehkitze und andere Tiere zu schützen.
Damit soll künftig verhindert werden, dass Tiere, die im hohen Grad Schutz suchen, von Mähmaschinen verletzt oder gar getötet werden. Ein solcher Fall ist im vergangenen Jahr vor dem Amtsgericht Weinheim verhandelt worden. Grundsätzlich gilt für Kamera-Drohnen ein Mindestabstand zu Wohn- oder Gewerbegebieten von 150 Metern. Das Bundesverkehrsministerium legte jedoch Flächen fest, auf denen auch nur 10 Meter erlaubt sind.
Änderung ab November 2024: Bankangestellte bekommen mehr Geld
Eine gute Nachricht gibt es für die gut 60.000 Beschäftigten der öffentlichen Banken: Sie erhalten ab dem 1. November mehr Geld. Die Gehälter sollen laut der Gewerkschaft Verdi in drei Stufen um insgesamt 11,5 Prozent steigen. Einen Überblick, wie viel Lohn deutsche Arbeitnehmer im Durchschnitt bekommen, hat echo24.de aufgeschlüsselt. Der neue Tarifvertrag soll in ganz Deutschland für Mitarbeiter von insgesamt 63 Bankinstituten gelten.
Neue Wirtschafts-Identifikationsnummer kommt – wozu sie nützen soll
Personen, die in der Wirtschaft arbeiten, und Wirtschaftsgesellschaften bekommen ab November eine sogenannte Wirtschafts-Identifikationsnummer. Damit soll die Kommunikation zwischen Unternehmen und Behörden vereinfacht werden.
Die Nummer teilt das Bundeszentralamt für Steuern automatisch zu. Wer bis Ende November noch keine Nummer hat, muss sich laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur erst einmal keine Sorgen machen: Die Angabe der Nummer ist derzeit noch nicht verpflichtend. Die Vergabe wird laut Bundesfinanzministerium voraussichtlich bis 2026 laufen.
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