Höchstens 14,4 Prozent

Früher in Rente gehen? Tabelle zeigt: So viel weniger Geld gibt es dann

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Wer vor dem regulären Renteneintrittsalter in den Ruhestand gehen will, verliert bares Geld. Doch wie stark wirken sich die Abschläge auf die monatliche Rente aus?

Viele Senioren in Deutschland denken schon früh an den Ausstieg aus dem Berufsleben. Im Durchschnitt gehen die Menschen in Deutschland mit 64,4 Jahren in Rente. Damit ist das durchschnittliche sogenannte Renteneintrittsalter seit dem Jahr 2000 von 62,3 auf 64,4 Jahre im Jahr 2023 gestiegen.

Mit ein Grund dafür ist die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis 2031. Wer dann nicht erst mit fast 70 in Rente gehen will, muss Abschläge in Kauf nehmen. Doch wie viel Geld verlieren die Senioren, wenn sie früher in Rente gehen?

Früher in Rente: So viel Geld geht dadurch im Ruhestand verloren

In Deutschland früher in Rente zu gehen, ist gar nicht so einfach. Denn es gibt gesetzlich festgelegte Renteneintrittsalter, die je nach Geburtsjahrgang sehr unterschiedlich sein können. Wer dennoch früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden will, muss zwangsläufig Einbußen hinnehmen. Und bei einer durchschnittlichen Altersrente von 1.102 Euro im Jahr 2023 machen sich die Abschläge durchaus bemerkbar. Doch wie viel Euro würden Senioren konkret verlieren, wenn sie früher in Rente gingen?

Die Tabelle zeigt, welche Einbußen Rentner hinnehmen müssen, wenn sie etwas früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Der Einfachheit halber wird mit der Durchschnittsrente von 1.102 Euro gerechnet:

Früher in Rente (Zeitraum)Abschläge in Prozent und EuroRente nach Abschlägen
1 Monat 0,3 Prozent = 3,3 Euro1.098,70 Euro
1 Jahr 3,6 Prozent = 39,67 Euro 1.062,33 Euro
2 Jahre 7,2 Prozent = 79,34 Euro 1.022,66 Euro
3 Jahre 10,8 Prozent = 119 Euro983 Euro
4 Jahre 14,4 Prozent = 158,69 Euro 943,31 Euro

Übrigens: Frauen erhalten in Deutschland mehrere hundert Euro weniger Rente als Männer. Männer erhielten 2023 durchschnittlich 1.348 Euro an Rente, Frauen durchschnittlich 908 Euro, wie die Deutsche Rentenversicherung (DRV) in ihrem Jahresbericht 2023 mitteilt.

Reguläres Renteneintrittsalter: Wer früher in Ruhestand geht, muss Abschläge in Kauf nehmen

Wie die Tabelle zeigt, müssen Rentner einige finanzielle Einbußen hinnehmen, wenn sie eine gewisse Zeit früher in Rente gehen wollen. Der Verlust von fast 160 Euro bei einer Rente von 1.102 Euro macht sich im Geldbeutel deutlich bemerkbar. Kein Wunder also, dass Senioren häufig gezwungen sind, länger zu arbeiten, als ihnen lieb ist.

Rentenabschlag

Als Abschläge bezeichnet man die Minderungen in der Rentenhöhe, die sich ergeben können, wenn Altersrenten vor Erreichen der maßgeblichen Altersgrenze in Anspruch genommen werden. Der Rentenabschlag beträgt 0,3 Prozent pro Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme, höchstens insgesamt 14,4 Prozent. (Quelle: Deutsche Rentenversicherung)

Wer aber heute schon weiß, dass er im Alter eine sehr niedrige Rente bekommen wird, kann fünf bestimmte Anträge stellen, die die Rente garantiert aufbessern. Oder Arbeitnehmer warten auf ihr reguläres Renteneintrittsalter und gehen ohne Abschläge in den Ruhestand. Es gibt auch die Möglichkeit, über das Eintrittsalter hinaus weiterzuarbeiten und so die Rente aufzubessern.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Guido Schiefer

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