Neue Zahlen
Renteneintrittsalter gestiegen: Wann Senioren im Schnitt in Ruhestand gehen
VonJulia Cuprakowaschließen
Das Renteneintrittsalter in Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen. Diese und andere Daten beleuchtet der Jahresbericht der Deutschen Rentenversicherung.
Das Renteneintrittsalter wird in Deutschland schrittweise angehoben. Im Jahr 2031 können Senioren erst mit 67 Jahren in Rente gehen. Wer früher in Rente gehen will, muss in der Regel mit Abschlägen rechnen. In einer Tabelle hat echo24.de die Abschläge berechnet, die den Jahrgängen 1959 bis 1964 drohen, wenn sie mit 63 in Rente gehen wollen.
Wer ohne finanzielle Einbußen in Rente gehen will, muss also bis zur Regelaltersgrenze arbeiten. Doch viele Ältere nehmen lieber Abschläge in Kauf und gehen dafür früher in den Ruhestand. Das geht aus einem Jahresbericht der Deutschen Rentenversicherung für das Jahr 2023 hervor.
Rente in Deutschland: Senioren gehen im Schnitt immer später in den Ruhestand
Nach dem Bericht der Deutschen Rentenversicherung gehen die Menschen in Deutschland im Durchschnitt mit 64,4 Jahren in Rente. Damit ist das durchschnittliche sogenannte Renteneintrittsalter seit dem Jahr 2000 von 62,3 auf 64,4 Jahre im Jahr 2023 gestiegen.
Ein Grund dafür ist die schrittweise Anhebung der Altersgrenze für den Renteneintritt auf 67 Jahre bis 2031. Die relativ hohe Altersgrenze könnte übrigens auch der Grund für die schlechte Platzierung im internationalen Renten-Ranking sein, wie echo24.de bereits berichtete.
Bericht der Deutschen Rentenversicherung: Männer erhalten mehr Rente als Frauen
Neben dem Durchschnittsalter liefert der Bericht weitere Zahlen: So erhielt ein Rentner im vergangenen Jahr durchschnittlich 1.102 Euro Rente – Männer durchschnittlich 1.348 Euro, Frauen durchschnittlich 908 Euro. Diese Zahlen bestätigen, dass Frauen in Deutschland mehrere Hundert Euro weniger Rente erhalten als Männer.
Da die gesetzliche Rente für viele die einzige Einkommensquelle im Alter ist und in Deutschland auch im europäischen Vergleich relativ niedrig ausfällt, gibt es laut echo24.de fünf Anträge, die garantiert für mehr Geld auf dem Konto sorgen.
Deutsche Rentenversicherung zahlte knapp 380 Millionen Euro für 21,2 Millionen Rentner
Trotz des niedrigen Rentenniveaus gab die Rentenversicherung im Jahr 2023 knapp 380 Milliarden Euro aus, bei Einnahmen von gut 381 Milliarden Euro. Insgesamt gibt es dem Bericht zufolge in Deutschland 21,2 Millionen Rentnerinnen und Rentner.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

