Salmonellen im Sommer

Gesundheitsrisiko während Hitzewellen: Auf diese Produkte sollten Kunden verzichten

  • VonLaura Bernert
    schließen

In der sommerlichen Hitze sollten Kunden genau überlegen, was sie im Supermarkt kaufen. Denn bei hohen Temperaturen drohen gesundheitliche Folgen.

Nach einigen verregneten Wochen, in denen es mancherorts sogar Hochwasser gab, hoffen viele Menschen auf richtige Sommertemperaturen. Doch mit der Hitze gibt es Risiken für den Körper: Nicht nur, weil die Hitze gerade Kindern oder Älteren zu Kopf steigen kann, sondern auch, weil Lebensmittel einige Gefahren bergen können.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (dge) warnt vor Speisen, in denen rohes Ei enthalten ist. Darunter fallen beispielsweise Tiramisu und Mayonnaise. Da die Eierspeisen nicht erhitzt werden, bestehe die Gefahr, sich Salmonellen einzufangen. Wer unverarbeitete Eier kaufen will, sollte darauf achten, die Kühlkette nicht zu unterbrechen. Durch Temperaturunterschiede können Keime wie Salmonellen ins Innere gelangen.

Gefahr für die Gesundheit: Welche Lebensmittel im Sommer ein Risiko sind

Bei Rohmilch gibt es ein ähnliches Risiko, allerdings laut dge durch das Bakterium Campylobacter. Ebenso wie Salmonellen können die Bakterien eine Lebensmittelvergiftung mit Durchfall oder Erbrechen auslösen. Salmonellen waren im vergangenen Jahr Auslöser für einen Todesfall in Österreich.

Auch bei Fleischwaren sollten Kunden vorsichtig sein. Gerade Hackfleisch und Fleisch von Geflügel sind besonders anfällig bei hohen Temperaturen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt die Lagerung bei null bis vier Grad.

Nach dem Einkauf: So transportieren Kunden die Lebensmittel im Sommer nach Hause

Wer Fleisch vom Supermarkt nach Hause transportieren will, sollte also auf jeden Fall eine Kühlbox mit Kühlakkus dabei haben. Damit kann jedoch nicht die empfohlene Temperatur garantiert werden. Auch für Picknick oder auf dem Weg zur Grillparty sollte das Essen gekühlt werden. Welche Gefahren es sonst noch beim Grillen gibt.

Durch zu hohe Temperaturen können sich auf den Fleischprodukten Keime ausbreiten. Das kann wiederum zu Lebensmittelinfektionen führen, so die Verbraucherzentrale. Fettes Fleisch und Wurst wird bei Hitze jedoch nicht empfohlen.

Lebensmittel in Sommer-Hitze kontrollieren: Darauf sollten Kunden achten

Bei Butter, Schokolade, Kokosöl oder Margarine besteht laut dem Nachhaltigkeitsmagazin „Utopia“ nur eine Gefahr: die auf Flecken. Auch wenn diese Produkte in der sommerlichen Hitze dahin schmelzen können, bestehe dadurch in der Regel kein Risiko für die Gesundheit.

Grundsätzlich können Lebensmittel mit allen Sinnen kontrolliert werden. Grundsätzlich gilt: Ist etwas anders als sonst an Geruch, Konsistenz, Farbe oder Geschmack, ist Vorsicht geboten. Worauf man bei einigen Produkten achten kann, hat die Verbraucherzentrale erklärt.

Gefahr in der Hitze: So können Kunden Lebensmittel checken

Schimmel oder ungewöhnliche Verfärbungen sind mit dem bloßen Auge gut erkennbar. An Produkten wie Käse kann sich auch ein schmieriger, öliger Film bilden. Ist Fleisch verdorben, hat es oftmals einen süßlichen Geruch. Steigt einem dieser Geruch in die Nase, sollte es nicht mehr gegessen werden. Für den Sinnes-Check von rohen Eiern hat die Verbraucherzentrale einen Trick: Gluckert das Ei, wenn man es schüttelt, ist es bereits älter. Frisch sind sie, wenn nichts zu hören ist.

Bereits im Supermarkt können Kunden checken, ob die Tiefkühlprodukte richtig gelagert wurden. In Kühlregalen oder -truhen sind Thermometer angebracht, auf denen Kunden sehen können, ob Eis oder TK-Gemüse auch wirklich bei minus 18 Grad lagern. Darauf weist „web.de“ hin. Außerdem ist besonders in Kühltruhen die Stapelhöhe entscheidend. Denn werden die Packungen zu hoch gestapelt, kann die Kälte nicht überall hinkommen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Geisser