Wohngeld-Rechner berechnet Anspruch
Mehr Geld durch Änderung: Bis zu 370 Euro weniger Miete zahlen
VonJulia Cuprakowaschließen
Seit der Wohngeldreform 2023 haben mehr Bundesbürger Anspruch auf Unterstützung. Teilweise können Familien einen Zuschuss von bis zu 370 Euro erhalten.
Die Wohngeldreform der Bundesregierung vor einem Jahr hat den Kreis der anspruchsberechtigten Haushalte von rund 600.000 im Jahr 2021 auf zwei Millionen Haushalte mit 4,5 Personen ausgeweitet, so die Bundesregierung. Kein Wunder angesichts der Veränderungen, die auf die Verbraucher zukommen.
Lebensmittel werden immer teurer, unter anderem weil ab 2024 auf bestimmte Milchprodukte ein Pfand erhoben wird. Aber auch an der Tankstelle müssen die Verbraucher immer tiefer in die Tasche greifen. Neuerdings wird auch über eine höhere Kfz-Steuer für Verbrennungsmotoren diskutiert. Doch wie viel steht einer Familie eigentlich zu? Mit dem Wohngeld lässt sich einiges sparen. Bis zu 370 Euro, wie „chip.de“ berichtet. Mit einem Online-Rechner können Bürger ausrechnen, was ihnen zusteht.
Mehr Geld für mehr Menschen: Nach Wohngeldreform können Empfänger bis zu 370 Euro erhalten
Das Wohngeld soll Familien mit geringem Einkommen helfen, die Kosten für Miete oder selbstgenutztes Wohneigentum zu decken. Aufgrund hoher Energiekosten und steigender Mieten wurde eine Reform des Wohngeldes beschlossen. Laut „bundesregierung.de“ sind ab Januar 2023 mehr Bürger berechtigt, Wohngeld zu beantragen. Der Grund: Die Heizkosten werden nun beim Wohngeld berücksichtigt.
Aber nicht nur der Empfängerkreis wurde erweitert, auch die Sätze wurden mehr als verdoppelt. Statt 180 Euro sind nun bis zu 370 Euro pro Monat möglich. Wie viel jeder einzelne Haushalt bekommt, wird nach einer speziellen Formel berechnet. Mit dem offiziellen Wohngeld-Plus-Rechner des Bundes lässt sich es ganz einfach ermitteln. echo24.de fasst die Pflichtangaben zum Wohngeld zusammen:
- Anzahl der Haushaltsmitglieder: Alle Personen im Haushalt sind als Zahl anzugeben.
- Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder: Dazu zählen Ehepartner, Lebenspartner, Eltern und Kinder, Familienmitglieder eines Haushaltsmitglieds. Ausgeschlossen sind Haushaltsmitglieder, die bereits verschiedene Zuschüsse erhalten.
- Monatliches Gesamteinkommen: Wie viel verdienen alle Familienmitglieder zusammen brutto? Dies muss bei der Beantragung des Wohngeldes nachgewiesen werden.
- Monatliche Bruttokaltmiete: Hier werden die Belastung durch die Miete oder bei selbst genutztem Wohneigentum die monatliche Belastung, z. B. eine Kreditrate, eingetragen.
- Mietenstufe: Zu welcher Mietpreisklasse gehört der Landkreis oder die Stadt, in der die Wohnung oder das Haus liegt? Das ist wichtig, denn für 1.000 Euro kann man in einer Kleinstadt deutlich mehr Wohnraum mieten als in München oder Hamburg.
Mehr Menschen erhalten Wohngeld: Wohnen wird immer teurer
Wenn alle Angaben korrekt ausgefüllt wurden, zeigt der Wohngeld-Plus-Rechner die Höhe des Wohngeldanspruchs an. Dieser Wert dient jedoch nur einer ersten Orientierung und ist keine rechtsverbindliche Auskunft.
Übrigens: Das Portal „ImmoScout24“ hat kürzlich das neue „WohnBarometer“ veröffentlicht, aus dem unter anderem hervorgeht, wie sich die Kaufpreise für Immobilien zwischen dem vierten Quartal 2022 und dem letzten Quartal (Q4 2023) entwickelt haben. Insbesondere in Großstädten wie Leipzig oder Stuttgart gab es extreme Entwicklungen.
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