Wen es am meisten trifft

Experten warnen: Mietpreise sollen 2025 deutlich steigen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Wohnraum ist in Deutschland weiterhin knapp, neu bauen bleibt teuer. Experten erwarten 2025 deutlich steigende Mietpreise.

2025 gibt es so einige Änderungen, die sich auf das Konto auswirken – und auch für Mieter gibt es einige Neuerungen, die ans Geld gehen. So gibt es etwa mehr Wohngeld, die Mietpreisbremse wird verschärft und die Grundsteuer-Reform steht an. Laut Experten müssen Mieter außerdem damit rechnen, dass die Preise 2025 steigen.

Experten warnen: Mieten in Deutschland sollen 2025 deutlich steigen

Auch im neuen Jahr erwarten Immobilienexperten deutlich steigende Mieten, schreibt die „dpa“. Insbesondere seien Städte betroffen. Allerdings dürfen Vermieter die Preise nicht unbegrenzt erhöhen – echo24.de erklärt, wie stark die Miete steigen darf. Die Nachfrage nach Wohnraum in Deutschland ist ungebrochen, während zu wenige neue Wohnungen entstehen.

Bei den Kaufpreisen rechnen Fachleute mit moderaten Aufschlägen nach der jüngsten Preiskorrektur. Sören Gröbel, Director Research für Wohnimmobilien bei Jones Lang LaSalle (JLL), erwartet, dass der Neubau 2025 nicht wesentlich in Schwung kommt: „Der Wille zum Neubau ist bei vielen Haushalten vorhanden, aber die Kosten für Handwerker und Materialien bleiben hoch und der jüngste Zinsrückgang ist nicht groß genug, um die hohen Bau- und Grundstückskosten auszugleichen.“

Mietanstiege bis in ländliche Regionen: Wohnraum bleibt knapp

Daher bleibe Wohnraum gerade in Städten knapp und umkämpft – mit Folgen für die Mieten. Daten von JLL für die „dpa“ zeigen im dritten Quartal kräftige Mietanstiege bis in ländliche Regionen. Besonders stark legten die Mieten in den Metropolen und anderen Großstädten mit rund acht Prozent zu gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch in Heilbronn hat es einen „straffen Mietanstieg“ gegeben.

Es folgten Städte, die als regionales Zentrum dienen (plus rund 4,5 Prozent). Im übrigen städtischen Raum sowie in dörflichen Gegenden kletterten die Mieten um etwa 4 Prozent. „Die Mieten stiegen zuletzt stärker als im vergangenen Immobilienboom bis 2022“, sagt Gröbel. 

Anders sieht es bei den Kaufpreisen aus. Hier sieht JLL im dritten Quartal nur leichte Zuwächse in den meisten Regionen, ähnlich wie das Statistische Bundesamt. „Der Immobilienmarkt nimmt langsam wieder Fahrt auf, aber für viele Menschen ist Kaufen oder Bauen weiter zu teuer“, sagt Gröbel.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Bihlmayer

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