Formel zur Berechnung der Versorgungslücke

Rentenlücke berechnen: Reicht das Geld im Ruhestand?

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Viele Rentner in Deutschland haben im Alter finanzielle Sorgen. Grund dafür ist häufig die sogenannte Rentenlücke. Wie sie sich berechnen lässt, um rechtzeitig vorzusorgen, zeigt eine Formel.

Viele Senioren in Deutschland sehnen sich nach der Rente und stellen sie sich ungefähr so vor: Nach dem letzten Arbeitstag geht das Leben erst richtig los. Viele Reisen und Ausflüge. Unternehmungen mit Freunden, Familie und Nachbarn. Endlich viel Zeit für Sport, Veranstaltungen, Konzerte und Events.

Doch all das kostet Geld – und das ist bei vielen Rentnern in Deutschland knapp. Umso wichtiger ist es, frühzeitig vorzusorgen und die eigene Rentenlücke im Alter zu berechnen. Wie das geht, verrät echo24.de im folgenden Artikel.

Sorgenfreier Ruhestand in Deutschland: Was ist die Rentenlücke?

Ein Ruhestand ohne finanzielle Sorgen. Das bleibt für viele Rentner in Deutschland ein Traum, denn im Vergleich zu anderen europäischen Ländern schneidet die Bundesrepublik in Sachen Rente eher schlecht ab, wie echo24.de bereits berichtete. Aus diesem Grund ist es ratsam, die eigene Rentenlücke so früh wie möglich zu berechnen und gegebenenfalls mit der privaten Vorsorge zu beginnen. Doch was ist die Rentenlücke überhaupt?

Der Begriff bezeichnet die Differenz zwischen der monatlichen Rente, die man aus der staatlichen Rentenversicherung erhält, und dem Betrag, den man zum Leben braucht. Die Rentenlücke ist also ein monatlicher Fehlbetrag, wie „finanztip.de“ berichtet. Dieser Fehlbetrag entsteht, weil die gesetzliche Rente in den meisten Fällen nicht 100 Prozent der Ausgaben deckt. Schließlich deckt die gesetzliche Rente auch nicht 100 Prozent des früheren Gehalts ab. Und wie wird die Rentenlücke berechnet?

Rentenlücke im Ruhestand: So wird sie berechnet

Vor allem Frauen sollten so früh wie möglich ihre Rentenlücke berechnen. Denn Frauen bekommen in Deutschland immer noch mehrere hundert Euro weniger Rente als Männer, wie echo24.de berichtet. Dazu sollten sie – aber auch Männer und alle anderen Interessierten – folgende Unterlagen parat haben (Quelle: growney.de):

  • Nettogehalt: Der Betrag ist der monatlichen Gehaltsabrechnung oder der monatlichen Gehaltsabrechnung zu entnehmen.
  • Aktuelle Rentenansprüche: Dazu erhält man einmal im Jahr eine Renteninformation von der Deutschen Rentenversicherung. Sollte diese nicht vorliegen, kann sie erneut angefordert werden.
  • Ansprüche aus privater Vorsorge: Wenn man bereits Ansprüche aus Versicherungen, Vorsorgeverträgen bzw. einer Riester- oder Basis-Rente (Rürup) hat, bekommt man auch hierzu eine jährliche Übersicht.
  • Berechnung der Ausgaben im Ruhestand: Dabei kann eine detaillierte Übersicht über die aktuellen Ausgaben hilfreich sein. Dazu gehören z. B. Rundfunkgebühren, Streaming-Abo, Geld für Einkäufe, Versicherungen, Miete, Kleidung etc. Mit zunehmendem Alter können die Ausgaben sinken, aber auch steigen. Der heutige Wert kann daher nur als grobe Orientierung dienen.

Die folgende Berechnung kann im Übrigen nur einen Anhaltspunkt für eine mögliche Rentenlücke geben. Denn die konkrete Berechnung ist individuell, auch weil die Rentenansprüche sehr individuell sind. Neben der Rentenlücke lässt sich die eigene Rente auch ganz einfach mit der sogenannten Rentenformel berechnen.

Rentenlücke nach folgender Formel berechnen:

Nettogehalt mal 0,8 minus (Summe aller Rentenansprüche) mal 0,725 mal 1,02 (Inflationsfaktor) hoch (Anzahl der Jahre bis zur Rente) = Rentenlücke

Alternativ: Nettogehalt mal 0,8 minus (Summe aller Rentenansprüche) mal 0,725 = Rentenlücke

Rubriklistenbild: © IMAGO/Uwe Umstätter

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