Neues Rentenpaket verabschiedet
Rente bleibt gleich – aber Junge zahlen drauf: Tabelle zeigt Kostenzuschlag
VonJulia Cuprakowaschließen
Das neue Rentenpaket der Bundesregierung soll die Rente sichern. Doch Experten warnen: Die Kosten könnten vor allem die jüngere Generation stark belasten. Eine Tabelle zeigt, wie hoch diese ausfallen.
Die Bundesregierung tut viel, um die Jugend in Sachen Klimaschutz und Klimaneutralität zufriedenzustellen. Die Bundesregierung sorgt sich aber auch um die Rente in Deutschland und hat deshalb ein Rentenpaket auf den Weg gebracht. Der Haken: Das neue Rentenpaket könnte vor allem die junge Generation finanziell stark belasten. Denn die Bundesregierung will das Rentenniveau bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts garantieren. Das könnte die Jungen teuer zu stehen kommen, wie eine Tabelle zeigt.
Renten-Paket hat teure Folgen für Jüngere: Tabelle zeigt, wie viel sie draufzahlen müssen
Es ist allgemein bekannt, dass die Bevölkerung in Deutschland immer älter wird. Zudem stagniert die Geburtenrate bei 1,35 Kindern pro Frau, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Gleichzeitig gehen die geburtenstarken Jahrgänge – die Babyboomer – in den Ruhestand, sodass die Zahl der Rentnerinnen und Rentner bis 2035 stark ansteigen wird.
Im Umkehrschluss heißt das: Immer weniger junge Beitragszahler müssen künftig immer mehr Renten finanzieren. Und das könnte für die Jungen enorm teuer werden, wie eine Studie zur Generationsbilanz von der Stiftung Marktwirtschaft ausgerechnet hat.
Alle ab dem Jahr 2001 Geborenen müssten so viel mehr Geld in die gesetzliche Rentenkasse zahlen:
| Geburtsjahr/Alter im Jahr 2024 | Zusätzliche Einzahlung in die gesetzliche Rentenkasse |
| 2001/23 Jahre | 221 Euro |
| 2004/20 Jahre | 1327 Euro |
| 2009/15 Jahre | 2584 Euro |
| 2014/10 Jahre | 3055 Euro |
| 2019/5 Jahre | 3092 Euro |
| Neugeborene | 3106 Euro |
Das kommt auf die Jungen zu, wenn das Rentenniveau oder auch die Haltelinie, wie von der Regierung versprochen, bei 48 Prozent bleibt. Laut „ZDFheute“ könnte das garantierte Rentenniveau von 48 Prozent die Beitragszahler bis zum Jahr 2045 520,5 Milliarden Euro zusätzlich kosten.
Um diese Summe finanzieren zu können, müssten die Beiträge zur gesetzlichen Rentenkasse deutlich steigen – von derzeit 18,6 Prozent des Bruttolohns (die Hälfte zahlt der Arbeitgeber) auf 22,3 Prozent (2035). Die konkrete finanzielle Mehrbelastung für die Jungen lässt sich aus der obigen Tabelle ablesen.
Pläne der Bundesregierung – Rentenniveau soll bei 48 Prozent bleiben
Im Kern geht es darum, dass die Bundesregierung das sogenannte Rentenniveau oder auch die Haltelinie bei 48 Prozent bis 2039, also bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts, festschreiben will. Doch was bedeutet das genau? Mit der Haltelinie von 48 Prozent ist Folgendes gemeint:
Ein Arbeitnehmer arbeitet und zahlt 45 Jahre lang durchschnittlich in die gesetzliche Rentenkasse ein. In dem Jahr, in dem er in Rente geht, soll er eine monatliche Rente erhalten, die mindestens 48 Prozent des dann geltenden Durchschnittsentgelts aller Arbeitnehmer beträgt. Im Jahr 2024 liegt das Durchschnittseinkommen zum Beispiel bei 45.358 Euro. Wie die Rente genau berechnet wird, erklärt echo24.de bereits.
Um die Jungen zu schützen, müsste das Rentenniveau in Deutschland also gesenkt werden müsste. Allerdings erhalten die Senioren im europäischen Vergleich ohnehin eine eher schlechte Rente. Viele von ihnen leben sogar unter der Armutsgrenze, wie echo24.de berichtet.
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