Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Von Bodenfrost zu 36 Grad: Nach Pfingsten kommt die Hitze – Extremwetter in Deutschland
- VonDominik Jungschließen
Nach Bodenfrostgefahr schießt das Thermometer auf bis zu 36 Grad. Doch die Hitzewelle endet abrupt. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – In der Nacht auf Pfingstmontag (9. Juni) drohte in einigen Regionen Deutschlands tatsächlich Bodenfrost – mitten im Juni! Doch kaum ist das Pfingstwetter vorbei, dreht sich jetzt alles ins Gegenteil. „Nach dem Kälteschock kommt der Hitzeschock“, warnt Wetterexpertin Kathrin Schrey vom Wetterdienst wetter.net.
Schon ab Dienstag (10. Juni) steigen die Temperaturen demnach spürbar, am Donnerstag (12. Juni) und Freitag (13. Juni) soll das Thermometer in vielen Regionen bereits die 30-Grad-Marke knacken. Der Höhepunkt der Hitzewelle wird am Samstag (14. Juni) erwartet – dann könnten bis zu 36 Grad erreicht werden. Ein Temperaturanstieg von über 30 Grad binnen weniger Tage ist selbst für den Sommer außergewöhnlich – und gefährlich, so Schrey.
Wetter in Deutschland: Hitzewelle mit Unwetterpotenzial
Was auf den ersten Blick nach Sommer, Sonne, Freibad klingt, birgt nämlich enorme Risiken. Die Hitze kommt schnell, bleibt aber nur kurz. Der Temperaturumschwung heizt die Atmosphäre massiv auf und schafft eine instabile Wetterlage. Die Luft ist feucht, energiereich und explosiv.
Schon ab Samstagabend (14. Juni) steigen die Gewitterchancen. Lokal drohen Starkregen, Hagel bis 5 cm, Orkanböen und sogar Tornados. Die Unwettergefahr steigt an – vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands. Auch der Norden könnte betroffen sein. Laut aktuellen Wettermodellen ist die Lage besonders kritisch am Sonntag (15. Juni). Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt es zu einer Unwetterwarnung auf breiter Front.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten




Unwetter-Wochenende: Neue Warnungen möglich
Nach der Hitze droht also das nächste Extrem: eine Rückkehr zu Dauerregen, Gewitterzellen und punktuell schweren Sturmböen. Besonders Outdoor-Veranstaltungen, Festivals und Urlaubsreisen könnten betroffen sein. Experten raten, die Wetterwarnungen regelmäßig zu verfolgen – etwa über die Warn-Apps der Wetterdienste.
Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com
